Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kritisiert die vom Berliner Senat genehmigte Öffnung von Läden am Wahlsonntag. Vermutlich würden etliche Kunden, statt von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, nun shoppen gehen, kritisierte Erika Ritter, ver.di-Fachbereichsleiterin Handel, am Freitag in Berlin. „So wird wohl die Wahlbeteiligung weiter absinken“, fügte sie hinzu. Die Genehmigung der Ladenöffnungen ausgerechnet am Wahlsonntag bezeichnete Ritter als „Skandal von besonderer Qualität“.
Betroffen seien Zigtausende Verkäuferinnen und Verkäufer, die statt „in Ruhe und Besonnenheit zur Wahl gehen zu können, durch Arbeit daran gehindert oder mindestens stark eingeschränkt werden“, hieß es weiter. Am Sonntagnachmittag plant ver.di deshalb eine Protestaktion vor der Filiale einer schwedischen Bekleidungskette in der Berliner Friedrichstraße. epd/alu



