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Trumps Zustand bei Corona-Infektion war deutlich kritischer

| Lesedauer: 82 Minuten
US-Demokraten: Trump war "Ober-Anstifter" der Kapitol-Erstürmung

US-Demokraten: Trump war "Ober-Anstifter" der Kapitol-Erstürmung

Mit bislang unveröffentlichten Videoaufnahmen haben die Ankläger im Impeachment-Prozess gegen Ex-US-Präsident Donald Trump die dramatischen Stunden der Kapitol-Erstürmung nachgezeichnet - und den Republikaner als "Ober-Anstifter" der Gewalt angeprangert. Trump sei kein "unschuldiger Unbeteiligter" gewesen, sondern habe "eindeutig zu diesem Angriff angestiftet", sagte der demokratische Abgeordnete und Anklageführer Jamie Raskin im Senat.

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Das Impeachment-Verfahren gegen Trump geht weiter. Zu seiner Covid-19-Erkrankung gibt es neue Details. Die wichtigsten US-Nachrichten.

  • Der ehemalige US-Präsident Donald Trump war offenbar deutlich schwerer an Covid-19 erkrankt als bislang bekannt
  • US-Präsident Joe Biden treibt die Impfkampagne voran - und wirft seinem Vorgänger Versagen vor
  • Bis zum Sommer 2021 soll die große Mehrzahl der US-Bürger geimpft sein
  • Im Impeachment-Prozess werfen die demokratischen Ankläger Trump vor, für den Sturm auf das Kapitol verantwortlich zu sein
  • Dieses US-Blog ist eingestellt und wird nicht weiter aktualisiert

Washington/Berlin. Es ist ein Verfahren, das in die Geschichte eingehen wird: Gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump ist das zweite Amtsenthebungsverfahren im Senat gestartet. Damit ist der 74-Jährige der erste US-Präsident, gegen den zwei Impeachment-Prozesse eingeleitet wurden. Die demokratischen Ankläger haben Trump in ihrer Abschlusspräsentation vorgeworfen, aktiv zum Sturms auf das Kapitol aufgerufen zu haben. Am Freitag sind Trumps Anwälte an der Reihe, ihre Sicht der Ereignisse zu erläutern.

Unterdessen werden Details zur überstandenen Corona-Infektion des ehemaligen US-Präsidenten bekannt: Trump, im Oktober 2020 an Covid-19 erkrankt, hatte die Infektion stets kleingeredet. Nun berichtet die "New York Times" unter Berufung auf vier anonyme Hinweisgeber, dass Trumps Sauerstoffsättigung im Blut auf kritische Werte gesunken war.

Lesen Sie dazu: Impeachment gegen Donald Trump scheitert wohl erneut

Derweil treibt US-Präsident Joe Biden die Corona-Impfkampagne in den USA voran. Bis zum Sommer soll die große Mehrheit der US-Bürger ein Vakzin verabreicht bekommen. Seinem Vorgänger wirft Biden vor, nicht genügend Impfstoff bestellt zu haben - Trump habe "seinen Job nicht gemacht".

Joe Biden – Mehr Infos zum US-Präsidenten

USA-News vom 12. Februar: Trumps Corona-Infektion soll deutlich schwerer verlaufen sein als bisher bekannt

8.15 Uhr: Die Covid-19-Erkrankung von Trump soll einem Bericht der "New York Times" zufolge schwerwiegender gewesen sein, als das Weiße Haus im vergangenen Jahr eingeräumt hatte. Die Zeitung berichtete unter Berufung auf vier nicht namentlich genannte Quellen, dass Trumps Sauerstoffsättigung im Blut vor seiner Verlegung ins Krankenhaus auf kritische Wert gefallen sei. Der damalige US-Präsident soll zudem auf Röntgenbildern erkennbare Anzeichen einer Lungenentzündung gehabt haben, wie die "New York Times" am Donnerstag berichtete.

Anfang Oktober 2020 war der 74-jährige Trump wegen einer Corona-Infektion mit dem Hubschrauber in ein Militärkrankenhaus gebracht worden. Dort bekam er während eines dreitägigen Aufenthalts nach offiziellen Angaben unter anderem das Antikörper-Medikament von Regeneron, den Viren-Hemmer Remdesivir und das Steroid Dexamethason. Experten sahen bereits im Einsatz der Medikamente Hinweise für einen schwereren Verlauf der Erkrankung.

Trumps Sauerstoffsättigung soll damals zeitweise nur noch über 80 Prozent gelegen haben, wie die "New York Times" berichtet. Experten betrachten weniger als 90 Prozent für gewöhnlich als kritischen Zustand. Eine so niedrige Sauerstoffsättigung ist einer der Gründe für den Einsatz von Dexamethason. Das Weiße Haus hatte damals offiziell davon gesprochen, dass Trumps Sättigung zeitweise 93 Prozent betragen hätte.

Biden will bis zum Sommer Impfungen für große Mehrzeit der US-Bürger möglich machen

4.30 Uhr: Die USA werden Präsident Joe Biden zufolge bis Ende Juli genügend Impfstoff für rund 300 Millionen Menschen haben. Diese Menge wäre für alle Erwachsenen im Land ausreichend. Dank eines neuen Vertrags mit den Impfstoffherstellern Moderna und Pfizer über jeweils 100 Millionen zusätzliche Corona-Impfdosen habe sich die Regierung nun insgesamt 600 Millionen Dosen gesichert, sagte Biden.

Die komplette Menge werde zudem bis Ende Juli geliefert werden, schneller als zuletzt geplant, sagte Biden am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Besuch des Nationalen Gesundheitsinstituts (NIH). Die USA haben rund 330 Millionen Einwohner. Pro Kopf sind bei den Impfstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer zwei Dosen nötig. Lesen Sie hier: Wirkung, Aufbau, Preis: Die Corona-Impfstoffe im Vergleich

Biden hatte den Kauf zusätzlicher Dosen bereits Ende Januar angekündigt, etwa eine Woche nach dem Beginn seiner Amtszeit. Er sparte nun nicht mit Kritik an seinem Vorgänger Trump. "Er hat nicht genug Impfstoff bestellt", sagte Biden. "Er hat seinen Job nicht gemacht, um für die massive Herausforderung vorbereitet zu sein, Hunderte Millionen Amerikaner zu impfen", so der Demokrat weiter. "Amerika hatte keinen Plan, den Großteil des Landes zu impfen. Es war ein großes Durcheinander."

Impeachment-Verfahren: Ankläger fordern Verurteilung Trumps - und warnen eindringlich

4.00 Uhr: Zum Abschluss ihrer zweitägigen Präsentation im Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump haben die Anklagevertreter eindringlich eine Verurteilung des früheren US-Präsidenten gefordert. Trump habe seine Anhänger zum Sturm auf das US-Kapitol angestiftet, und wenn dies ungestraft bleibe, könne der Republikaner weitere Gewalt anzetteln, mahnten die Ankläger am Donnerstag im US-Senat.

Trumps Anhänger seien bei ihrer Attacke klar den Anweisungen des damaligen Präsidenten gefolgt, argumentierten die Ankläger. Sie beschuldigten Trump auch, er habe seine Unterstützer schon in der Vergangenheit zu Gewalt ermuntert. An diesem Freitag sind nun Trumps Verteidiger an der Reihe, ihre Argumente vorzutragen.

Das Anklage-Team präsentierte am Donnerstag Aussagen von Beteiligten der gewaltsamen Proteste, die angaben, sie hätten auf Trumps Geheiß gehandelt. Eine Trump-Anhängerin sagte in einem Video etwa: "Ich habe getan, worum er gebeten hat." Die Anklagevertreterin Diana DeGette sagte, Trumps Verteidiger behaupteten, die Randalierer hätten aus eigenen Stücken gehandelt. Das sei aber nicht der Fall. "Sie haben gesagt, sie seien gekommen, weil der Präsident sie dazu angewiesen habe." Dies betonte auch der leitende Anklagevertreter Jamie Raskin: "Sie taten das, was er ihnen aufgetragen hat."

USA-News vom 11. Februar: Irans Präsident Ruhani ist enttäuscht von Biden

11:54 Uhr: Irans Präsident Hassan Ruhani hat sich von der bisherigen Politik seines neuen Amtskollegen Joe Biden enttäuscht gezeigt und einen Kurswechsel der USA verlangt. Hintergrund sind der Atomstreit und die harten Sanktionen der US-Regierung gegen den Iran. "Noch haben wir ja keinen guten Willen seitens der neuen Regierung gesehen", sagte Ruhani am Donnerstag im Staatsfernsehen. Biden solle umgehend die Politik des maximalen Drucks seines Vorgängers und vor allem die "kriminellen" Sanktionen gegen den Iran beenden.

Im Mai 2018 war Trump aus dem internationalen Atomvertrag ausgetreten. Mit harten Sanktionen und einer Politik des maximalen Drucks wollte er Teherans Führung dazu bewegen, ein Abkommen mit strengeren Auflagen zu verhandeln. Ruhani hat mehrmals angedeutet, im Atomstreit eine Lösung und keine weitere Eskalation zu wollen. Zugleich setzte der Iran eine Frist: Falls die USA sich bis Ende Februar nicht entscheiden und die Sanktionen nicht aufheben, will die Führung einen anderen Weg einschlagen und etwa die Inspektionen der UN-Atomenergiebehörde IAEA erheblich einschränken.

USA-News vom 10. Februar: Demokraten sehen in Trump "Ober-Anstifter" der Kapitol-Erstürmung

23.06 Uhr: Am zweiten Tag des Impeachment-Prozesses gegen Donald Trump haben die Ankläger bekräftigt, dass sie den Ex-Präsidenten als Hauptverantwortlichen für den Sturm auf das Kapitol sehen. Der Abgeordnete und Anklageführer Jamie Raskin bezeichnete Trump am Mittwoch im Senat als "Ober-Anstifter" der Ausschreitungen.

Die Kapitol-Erstürmung sei ein trauriger Höhepunkt einer monatelangen Kampagne Trumps, eine Abwahl zu verhindern und sich an der Macht zu halten. Die Attacke auf den Kongress habe womöglich wie "Chaos und Wahnsinn" gewirkt, sagte Raskin. "Aber der Wahnsinn dieses Tages hatte Methode. Das war ein organisierter Angriff auf die Auszählung der Stimmen des Wahlleute-Kollegiums in einer gemeinsamen Sitzung des US-Kongresses."

Staatsanwaltschaft in Georgia ermittelt gegen Trump

21.10 Uhr: Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Fulton County im US-Bundesstaat Georgia ermittelt gegen Donald Trump. Grund ist ein Anruf des Ex-Präsidenten beim damaligen Leiter der Wahlkommission Brad Raffensperger im vergangenen November. Trump hatte Raffensperger aufgefordert, im Bundesstaat Georgia Stimmen für ihn zu "finden".

Staatsanwältin Fani Willis untersuche nun den Verdacht von Versuchen, die Wahl zu beeinflussen. Willis gab dies in einem Brief an Raffensperger bekannt, aus dem diverse US-Medien am Mittwoch zitierten. Georgia war einer der Bundesstaaten, in denen sich die Wahl im November zu Gunsten von Trumps Herausforderer Joe Biden entschied.

Twitter sperrt Trump dauerhaft

21.01 Uhr: Twitter sieht für den von der Plattform verbannten Ex-Präsidenten Donald Trump keinen Weg zurück. "Unsere Regeln sollen dafür sorgen, dass niemand zur Gewalt anstiftet. Wenn jemand das tut, entfernen wir ihn von der Plattform - und unsere Regeln erlauben es Leuten nicht zurückzukommen", sagte Finanzchef Ned Segal am Mittwoch im TV-Sender CNBC.

Twitter hatte Trump Anfang Januar rund zwei Wochen vor dem Ende seiner Amtszeit gesperrt. Auslöser war die Erstürmung des US-Kapitols durch seine Anhänger - und dass der Präsident Sympathie für sie bekundete und weiterhin ohne Beleg behauptete, der Sieg bei der Präsidentenwahl sei ihm durch massiven Betrug gestohlen worden.

Auch Facebook blockierte Trump daraufhin; das Online-Netzwerk lässt den Schritt jetzt aber von einem unabhängigen Gremium prüfen, das Entscheidung des Unternehmens kippen kann. Twitter hat kein solches Gremium.

Berichte: Trump wütend auf seinen Anwalt im Amtsenthebungsverfahren

8.49 Uhr: Der frühere US-Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge frustriert und wütend auf den ersten Tag des Amtsenthebungsverfahren reagiert. Besonders unzufrieden sei er mit der Leistung seines Anwalts Bruce Castor gewesen, der im US-Senat am Dienstag (Ortszeit) als Erster für Trump gesprochen hatte, schrieb die "New York Times" unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Person.

Auf einer Skala von eins bis zehn sei Trumps Wut einer Acht gleichgekommen. Castor hatte unter anderem die Präsentation der Demokraten gelobt und zu ihnen gesagt: "Gut gemacht". Sein rund 45 Minuten langer Vortrag wurde von mehreren Demokraten als zusammenhangslos und wirr bezeichnet. Selbst einige republikanische Senatoren räumten ein, die Präsentation der Demokraten sei besser gewesen. Trump habe "fast geschrien", als er den Vortrag seines Anwalts am Fernseher verfolgte, schrieb der Sender CNN unter Verweis auf ungenannte Quellen.

US-Medien: Schütze in Krankenhaus tötet einen Menschen, verletzt vier

6.08 Uhr: Ein Schütze hat im US-Bundesstaat Minnesota in einem Krankenhaus das Feuer eröffnet und dabei Medienberichten zufolge einen Menschen getötet und vier weitere verletzt. Drei von ihnen befänden sich in kritischem Zustand, einer sei bereits aus der Klinik entlassen worden, berichteten US-Medien. Weitere Angaben zu den Opfern wurden zunächst nicht gemacht. „Unsere Herzen sind heute gebrochen“, schrieb die Klinik am späten Dienstagabend (Ortszeit) auf Twitter.

Der laut Angaben der Stadt Buffalo 67 Jahre alte Tatverdächtige wurde festgenommen, am Tatort wurde auch ein Paket mit einem mutmaßlichen Sprengsatz gefunden. Die Schulen in der Region wurden zunächst abgeriegelt und in der Nähe des Krankenhauses befindliche Menschen in Sicherheit gebracht. Laut US-Medien könnte das Motiv des Mannes die Unzufriedenheit mit einer eigenen medizinischen Behandlung gewesen sein.

USA-News vom 9. Februar: Trumps Amtsenthebungsverfahren ist verfassungskonform

23.26 Uhr: Trump und seine Anwälte haben es nicht geschafft sein zweites Amtsenthebungsverfahren gleich nach seinem Beginn wieder zu stoppen. Sie hatten argumentiert, dass ein Amtsenthebungsverfahren gegen einen ausgeschiedenen Präsidenten nicht verfassungsgemäß sei. Anklageführer Jamie Raskin hielt dagegen: Ein Präsident müsse sich bis zum letzten Tag im Amt für seine Taten verantworten. Alles andere wäre höchst gefährlich. Die Demokraten verweisen auch darauf, dass das Repräsentantenhaus die Eröffnung des Verfahrens bereits am 13. Januar beschlossen hatte - also eine Woche vor Trumps Ausscheiden aus dem Amt.

In ihrer Abstimmung folgten die Senatoren schließlich mehrheitlich der Argumentation der Demokraten und erklärten mit 56 zu 44 Stimmen das Impeachmentverfahren Nr. 2 als verfassungsgemäßg. In den nächsten Tagen sollen die Ankläger und Verteidiger ihre Argumente für oder gegen Trump vortragen.

Trumps Impeachment-Prozess beginnt mit Video der Kapitolstürmung

21.38 Uhr: Das zweite Amtsenthebungsverfahren ist mit schockierenden 15 Minuten Filmaufnahmen von der Kapitolerstürmung gestartet. Der demokratische Abgeordnete und Anklageführer Jamie Raskin führte am Dienstag im Senat einen Zusammenschnitt von Videobildern vor, die die große Brutalität von Trump-Anhängern bei der Erstürmung zeigen. Präsentiert wurden auch Äußerungen Trumps am 6. Januar - unter anderem seine Aufforderung an seine Anhänger, auf „Teufel komm raus zu kämpfen“.

„Deswegen hat das Repräsentantenhaus am 13. Januar ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten eingeleitet“, sagte Raskin im Anschluss an das knapp viertelstündige Video. „Wenn das kein Vergehen ist, das ein Impeachment verdient, dann nichts.“

Unter Tränen berichtet Raskin von seinen Erlebnissen während dem Sturm auf das Kaptiol. Er habe seine älteste Tochter an jenem Tag mit ins Kapitol gebracht. Einen Tag zuvor hatte er seinen Sohn beerdigt. Raskin schilderte die Angst um seine Tochter und die Angst der anderen Abgeordneten. Diese hätten sich um ihn herum am Telefon von ihren Angehörigen verabschiedet. „Sie dachten, sie würde sterben.“

So soll Trumps Impeachment-Verfahren ablaufen

17.35: Am heutigen Dienstag startet das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Das Verfahren im Senat beginnt um 13.00 Uhr (Ortszeit; 19.00 Uhr MEZ). Eine Verurteilung Trumps, der dem Verfahren fern bleiben wird, gilt angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Senat als extrem unwahrscheinlich.

Am ersten Verhandlungstag wird die Frage im Mittelpunkt stehen, ob der Senat Trump als früherem Präsidenten überhaupt den Prozess machen kann. Die Trump-Anwälte und die Ankläger des Repräsentantenhauses - neun Abgeordnete der Demokraten - haben vier Stunden Zeit, um ihre Standpunkte in dieser Frage darzulegen. Dann stimmen die hundert Senatoren ab. Votieren sie für einen Fortgang des Prozesses, wovon auszugehen ist, werden Ankläger und Verteidiger von Mittwoch an jeweils zwei Tage Zeit bekommen, auf die konkreten Vorwürfe gegen Trump einzugehen.

In der Pandemie legen sich mehr Menschen einen Vierbeiner zu

11.07 Uhr: Die Corona-Pandemie macht auch vor den Vierbeinern nicht halt. Ein Schild in einem New Yorker Hundepark weist darauf hin, wie groß der nötige Abstand sein sollte, um sich vor einer Infektion zu schützen. Die Hunde stören sich allerdings nicht daran und spielen trotzdem miteinander. Mehr und mehr Menschen legen sich übrigens in der Corona-Krise ein Haustier zu. Sie wollen so der sozialen Isolation entkommen.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA weiter rückläufig

10.44 Uhr: In den USA geht die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zurück. Die Behörden meldeten am Montag 86.646 neue Fälle, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore von Dienstagmorgen (MEZ) hervorging. Das sind fast 48.000 weniger als am Montag der Vorwoche. Der bisherige Tagesrekord war am 2. Januar mit 300.282 neuen Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden.

Auch die Zahl der täglichen Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Ansteckung ging im Wochenvergleich zurück. Sie lag laut JHU am Montag bei 1465. Am gleichen Tag der Vorwoche waren 2031 Todesfälle gemeldet worden.

Einsatz der Nationalgarde am US-Kapitol kostet hunderte Millionen

4.37 Uhr: Der Einsatz der Nationalgarde zur Sicherung des Kapitols in Washington soll bis Mitte März knapp 500 Millionen US-Dollar (415 Millionen Euro) kosten. Bislang seien 284 Millionen für Personal veranschlagt worden und weitere 199 Millionen für allgemeine Einsatzkosten, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, John Kirby, am Montag.

Die Nationalgarde war nach der gewaltsamen Erstürmung des Kapitols durch Anhänger des damaligen Präsidenten Donald Trump am 6. Januar zur Verstärkung örtlicher Sicherheitskräfte angerückt. Zeitweise waren deswegen mehr als 20.000 Soldaten in der Hauptstadt Washington aktiv. Die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Kapitol, den Sitz des US-Kongresses, wurden seither deutlich verstärkt. Derzeit sollen dort noch rund 6200 Soldaten der Nationalgarde im Einsatz sein.

USA-News vom 8. Februar: US-Abgeordneter Wright an Covid-19 gestorben

20.07 Uhr: Der US-amerikanische Abgeordnete Ron Wright ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus im Alter von 67 Jahren gestorben. Das teilte die Vorsitzende der Parlamentskammer, Nancy Pelosi, am Montag mit. Der republikanische Abgeordnete aus dem Bundesstaat Texas hatte am 21. Januar erklärt, dass ein Corona-Test bei ihm positiv ausgefallen sei. Wright hinterlässt drei Kinder und neun Enkelkinder, wie Pelosi mitteilte.

Britische Variante könnte in den USA laut Studie ab März dominieren

17.14 Uhr: Einer Studie zufolge verdoppelt sich in den USA der Anteil der britischen Corona-Variante an den insgesamt erfassten Infektionen etwa alle zehn Tage. Damit dürfte B.1.1.7 im Laufe des nächsten Monats „fast sicher“ in vielen Bundesstaaten die vorherrschende Variante des Coronavirus werden, heißt in einer noch nicht in einem Fachjournal veröffentlichten, noch nicht unabhängig geprüften US-Studie. Die Variante ist demnach wohl 35 Prozent bis 45 Prozent ansteckender als der bisher kursierende Erreger.

Die Analyse von Forschern des kalifornischen Scripps-Instituts, der Diagnostikfirma Helix und anderen stützt sich auf Genomanalysen von Corona-Tests. Sollte die Prognose zutreffen, dürfte sich die Pandemie in den USA ab März wegen der höheren Ansteckungsrate wieder zuspitzen. Zuletzt war die Zahl der täglichen Neuinfektionen in den USA im Schnitt auf rund 120 000 zurückgegangen.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte bereits Mitte Januar gewarnt, die britische Mutation verbreite sich schnell und könne bis März in den USA „zur vorherrschenden Variante“ des Coronavirus werden. Das CDC stützte sich dabei auf die Beobachtung des Verlaufs in anderen Ländern.

USA kündigen Rückkehr in den UN-Menschenrechtsrat an

15.48 Uhr: Knapp drei Jahre nach ihrem Austritt haben die USA ihre Rückkehr in den UN-Menschenrechtsrat angekündigt. Trumps Nachfolger Joe Biden habe das Außenministerium angewiesen, sich „sofort und entschieden“ wieder in dem Gremium zu engagieren, teilte US-Außenamtschef Antony Blinken am Montag einem vorbereitenden Treffen des Rates in Genf mit. Die USA werden demnach zunächst als Beobachter „mitsprechen, an Verhandlungen teilnehmen und sich mit anderen zusammenschließen, um Resolutionen einzubringen“.

Unter Trump waren die USA 2018 aus dem UN-Menschenrechtsrat ausgetreten; sie warfen dem Gremium Voreingenommenheit gegenüber Israel und mangelnden Reformwillen vor. Damals waren die USA Mitglied des Gremiums. Um erneut die Mitgliedschaft zu bekommen, müssen sie nun bis zur nächsten Wahl am Jahresende warten.

Der UN-Menschenrechtsrat hat 47 Mitgliedstaaten, die von der UN-Generalversammlung für drei Jahre gewählt werden. Er untersucht Verstöße gegen die Menschenrechte und macht Lösungsvorschläge. Seine Entscheidungen sind rechtlich nicht bindend. Der Rat steht seit längerem in der Kritik, weil unter den Mitgliedstaaten auch Länder sind, in denen die Menschenrechte kaum geachtet werden.

Historischer zweiter Impeachment-Prozess gegen Trump steht bevor

12.30 Uhr: Der historische zweite Impeachment-Prozess gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump steht unmittelbar bevor: Im Senat beginnt am Dienstag das Verfahren gegen den Republikaner wegen Anstiftung zum Aufruhr. Die Demokraten des neuen Präsidenten Joe Biden machen Trump für die gewaltsame Erstürmung des Kapitols am 6. Januar mit fünf Toten verantwortlich. Eine Verurteilung des früheren Präsidenten gilt indes als nahezu ausgeschlossen.

Trump ist der erste Präsident der US-Geschichte, gegen den zwei Amtsenthebungsverfahren eingeleitet wurden. Im ersten Verfahren wegen der Ukraine-Affäre war er vor einem Jahr freigesprochen worden. Trump ist zudem der erste frühere Staatschef, der sich nach seinem Ausscheiden aus dem Amt einem Senatsprozess stellen muss.

Das von den Demokraten kontrollierte Repräsentantenhaus hatte genau eine Woche nach der Kapitol-Erstürmung - und genau eine Woche vor dem regulären Ende von Trumps Amtszeit - ein Amtsenthebungsverfahren gegen den 74-Jährigen eingeleitet.

Premiere: Dichterin Amanda Gorman eröffnet den "Super Bowl"

5.04 Uhr: Als erste Dichterin in der Geschichte des "Super Bowl" ist die Afroamerikanerin Amanda Gorman vor dem Finale der US-Footballliga NFL aufgetreten. Die 22-jährige Gorman trug per Videobotschaft ihr Gedicht "Chorus of the Captains" ("Chorus der Kapitäne") vor, in dem sie die Arbeit der Anti-Corona-Kämpferinnen und -Kämpfer ehrt.

Mit ihrem Gedicht ehrt Gorman einen Erzieher, eine Krankenschwester und einen Marineveteran: "Sie sind vorangegangen / indem sie alle Erwartungen und Grenzen überschritten / und ihren Gemeinden und Nachbarn Auftrieb gaben / als Führungsfiguren, Menschen, die heilten und Erzieher".

Die junge Poetin war durch ihren Auftritt bei der Amtseinführung Joe Bidens bekannt geworden. Damals rief sie die gespaltenen USA zur Versöhnung auf und verurteilte den Angriff militanter Anhängerinnen und Anhänger des Alt-Präsidenten Donald Trump auf das US-Kapitol. Lesen Sie weiter: Amanda Gorman - Ein neuer Stern am amerikanischen Himmel

USA-News vom 7. Februar: Biden will Sanktionen gegen den Iran vorerst aufrechterhalten

20.18 Uhr: Die Vereinigten Staaten werden die Sanktionen gegen den Iran erst dann aufheben, wenn sich Teheran wieder dem internationalen Atomabkommen verpflichtet. In einem Interview mit dem Fernsehsender CBS am Sonntag bekräftigte Joe Biden die Forderung der USA an den Iran, die Anreicherung von Uran zu stoppen. Passiere dies nicht, würden die Vereinigt