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Vor Bidens Amtseinführung: Schwer Bewaffneter festgenommen

| Lesedauer: 90 Minuten
Countdown zur Amtseinführung Bidens läuft - Mann nahe US-Kapitol festgenommen

Countdown zur Amtseinführung Bidens läuft - Mann nahe US-Kapitol festgenommen

Die neue US-Präsident Joe Biden will an seinem ersten Amtstag Dekrete zum Kampf gegen die Corona-Krise, den Klimawandel und Diskriminierung unterzeichnen. Derweil werden die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Kapitol in Washington verstärkt. Ein Mann wurde festgenommen.

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Kurz vor der Amtseinführung von Joe Biden wurde in Washington ein schwer bewaffneter Verdächtiger festgenommen. Die Infos im Newsblog.

Washington/Berlin. 
  • Das Team von Joe Biden will seine Amtseinführung trotz der angespannten Sicherheitslage weiterhin vor dem Kapitol abhalten
  • Am Sonntag war ein Mann mit einer geladenen Pistole und 500 Schuss Munition festgenommen worden
  • Aus Sorge vor erneuter Gewalt werden bei der Amtseinführung Bidens mehr als 20.000 Nationalgardisten eingesetzt
  • Der noch amtierende US-Präsident Trump will Washington offenbar am Morgen vor Bidens Vereidigung verlassen
  • In Florida ist ein ehemaliger Soldat festgenommen worden, der zu Gewalt gegen Trump-Anhänger aufgerufen hatte

Genau zwei Wochen, nachdem Trump-Anhänger das US-Kapitol gestürmt haben, wird der neue Präsident Joe Biden am Mittwoch vor eben jenem Kongressgebäude vereidigt. Aus Furcht vor neuer Gewalt und wegen der Corona-Pandemie wird die Zeremonie zur Amtseinführung des 46. US-Präsidenten ganz anders verlaufen als üblich. Sie findet unter drakonischen Sicherheitsvorkehrungen statt, große Zuschauermengen wird es nicht geben.

Nach der Kapitol-Erstürmung gibt es Warnungen vor neuer Gewalt durch militante Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump. Am Sonntag nahmen die Sicherheitsleute in Washington einen Mann fest. Er hatte eine geladene Waffe und 500 Schuss bei sich. Neben tausenden Polizisten werden mehr als 20.000 Nationalgardisten zu Bidens Amtseinführung in Washington sein. Die Gegend um das Kapitol wird weiträumig abgesperrt.

Lesen Sie hier: Das ist das Kapitol in Washington in den USA

Die drei früheren Präsidenten Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton sind die wohl prominentesten Gäste der Zeremonie. Der Amtseinführung fernbleiben wird dagegen Trump. Trump ist der erste Präsident seit mehr als 150 Jahren, der der Amtseinführung seines Nachfolgers fernbleibt.

Mehr zum Sturm auf das Kapitol in den USA:

USA-News vom Montag, 18. Januar: Twitter sperrt Konto von republikanischer Abgeordneter Greene vorübergehend

Wir schließen dieses US-Newsblog. Alle weiteren aktuellen Nachrichten lesen Sie hier.

8:25 Uhr: Der Kurzbotschaftendienst Twitter hat den Account der republikanischen Kongressabgeordneten und QAnon-Anhängerin Marjorie Taylor Greene vorübergehend gesperrt. Greene habe mehrfach gegen die Unternehmensregeln verstoßen, teilte die Online-Plattform am Sonntag (Ortszeit) mit. Die Abgeordnete habe bei Twitter geschrieben, dass es bei den Senatswahlen in Georgia zu Wahlbetrug gekommen sei.

Die Twitter-Botschaften der Kongressabgeordneten wurde daraufhin mit einem Hinweis versehen, dass ihr Inhalt umstritten sei. Wenige Stunden später entschied sich das Online-Netzwerk, Greenes Account für zwölf Stunden zu sperren.

Sonntag, 17. Januar: Buch über Kamala Harris zeigt ihren harten Weg in das Amt der Vize-Präsidentin

21.30 Uhr: Stolze 25 Jahre hat der Autor Dan Morains die zukünftige US-Vizepräsidentin Kamala Harris begleitet. Dabei beobachtete der Reporter der „Los Angeles Times” Harris bei ihren Stationen

als Staatsanwältin, Bezirks-Staatsanwältin, Justizministerin in Kalifornien und zuletzt Senatorin. Am 25. Januar erscheint nun die von ihm verfasste Harris-Biografie. Lesen Sie dazu: Kamala Harris: Warum die nächste US-Vize Respekt einflößt

Parler könnte nach Reform in den App-Store zurückkehren

20.54 Uhr: Apple-Chef Tim Cook will dem rechten Onlinedienst Parler auf seinen Plattformen noch eine Chance geben. „Wenn sie ihre Moderationspolitik ändern, können sie zurückkommen“, sagte Cook am Sonntag im Interview mit dem Sender Fox News. In den Apple-Diensten sei der vor allem von Rechten genutzte Dienst nur gesperrt, aber nicht gelöscht worden, betonte Cook.

Zugleich verteidigte der Apple-Chef die Entscheidung, Parler nach der Erstürmung des Kapitols durch militante Anhänger des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump zu sperren. Apple habe die über Parler verbreiteten „Aufrufe zur Gewalt“ gesichtet und entschieden, dass es eine „Grenze zwischen Meinungsfreiheit und Anstiftung zur Gewalt“ gebe, sagte Cook.

Bidens Team hält an Vereidigung im Freien fest

18.12 Uhr: Trotz der angespannten Sicherheitslage nach der Erstürmung des US-Kapitols hält das Team des künftigen US-Präsidenten Joe Biden an der Vereidigung im Freien vor dem Parlamentsgebäude fest. „Unser Plan und unsere Erwartung ist es, dass der gewählte Präsident Biden seine Hand auf die Bibel legen wird, mit seiner Familie, draußen, an der Westseite des Kapitols“, sagte Bidens Sprecherin Kate Bedingfield am Sonntag dem Sender ABC News. Dies werde ein „unglaublich wichtiges“ Bild der Widerstandsfähigkeit der amerikanischen Demokratie in die Welt senden.

Maas befürwortet zweites Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Trump

11.44 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) befürwortet das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump. „Ich habe dafür volles Verständnis. Mit der Einleitung des Impeachment-Verfahrens macht der Kongress deutlich, dass die USA nicht bereit sind, die Beschädigung demokratischer Institutionen einfach so zu akzeptieren“, sagte Maas der „Bild am Sonntag“. Es gehe auch darum, „zu verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht“.

Trump sei „der geistige Brandstifter hinter der Attacke auf das Kapitol“, sagte Maas. Die Dinge müssten „klar beim Namen genannt werden, egal, ob das jemand benutzt, um sich zum Märtyrer zu stilisieren“.

Bewaffneter in Washington festgenommen

6.13 Uhr: Wenige Tage vor der Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden ist in der Hauptstadt Washington ein bewaffneter Verdächtiger festgenommen worden. Der Mann aus dem Bundesstaat Virginia habe am Freitagabend (Ortszeit) einen unweit des US-Kapitols errichteten Kontrollpunkt der Polizei angefahren, wie aus einem Polizeibericht hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Demnach hatte er eine geladene Pistole und 500 Schuss Munition bei sich. Zudem stellte die Polizei Schrot-Munition sicher. Die Festnahme sei unter anderem erfolgt, weil weder die Schusswaffe noch die Munition registriert war. Zudem habe der 31-Jährige keinen Waffenschein, erklärte eine Polizeisprecherin.

Der Nachrichtensender CNN berichtete, der Mann habe eine gefälschte Zugangsberechtigung für die Vereidigungszeremonie an diesem Mittwoch vorgezeigt. Die Polizei sprach lediglich von einem Ausweis, der nicht von einer Regierungsbehörde ausgestellt gewesen sei.

Biden will USA innerhalb von zehn Tagen auf neuen Kurs bringen

4.50 Uhr: Der künftige US-Präsident Joe Biden will in den ersten zehn Tagen seiner Amtszeit Dutzende Verordnungen erlassen, die die USA nach der Amtszeit von Donald Trump auf einen neuen Kurs bringen sollen. Bidens Team verbreitete am Samstag ein internes Schreiben des künftigen Stabschefs im Weißen Haus, Ronald Klain, aus dem hervorgeht, dass Biden nach seiner Vereidigung am Mittwoch unter anderem Trumps Einreisestopp für Bürger aus mehreren überwiegend muslimisch geprägten Ländern rückgängig machen und die USA zurück in das Pariser Klimaabkommen führen will.

„Diese Maßnahmen sind erst der Anfang unserer Arbeit“, erklärte Klain. Aber bis zum 1. Februar sei die Grundlage dafür geschaffen, dass sich Amerika mit Blick auf die Corona-Pandemie, die Wirtschaftskrise, den Klimawandel und die Ungleichheit zwischen den ethnischen Bevölkerungsgruppen in die richtige Richtung bewege.

Samstag, 16. Januar: Erstürmung von US-Kapitol: Kongressausschüsse stoßen Untersuchung an

21.14 Uhr: Mehrere Ausschüsse im US-Repräsentantenhaus wollen nach der Erstürmung des US-Kapitols durch Trump-Anhänger möglichen Versäumnissen auf den Grund gehen. Überprüft werden soll etwa, was die Geheimdienste und die Polizeibehörden vor dem 6. Januar über Gewaltandrohungen wussten, ob diese Informationen an entsprechende Verantwortliche weitergegeben oder zurückgehalten wurden und ob der Aufruhr mit ausländischem Einfluss oder der Verbreitung von Fehlinformationen zusammenhängt, wie vier Ausschussvorsitzende am Samstag mitteilten.

Biden verleiht oberstem wissenschaftlichen Berater Kabinettsrang

9.30 Uhr: Starkes Signal in Zeiten von Corona: Der künftige US-Präsident Joe Biden verleiht dem obersten wissenschaftlichen Berater seiner Regierung Kabinettsrang. Der Biologe Eric Lander soll das Büro für Wissenschafts- und Technologie-Politik (OSTP) im Weißen Haus leiten und die Regierung beraten, wie Biden am Freitag mitteilte. Lander, ein Genetiker, hatte an der Entschlüsselung des menschlichen Erbguts mitgewirkt.

In seiner Regierung werde die Wissenschaft immer in vorderster Reihe stehen, versicherte Biden. Lander und sein Team von „weltberühmten Wissenschaftlern“ sollten dafür sorgen, „dass alles was wir tun, auf Wissenschaft, Fakten und der Wahrheit basiert“. Ihre „zuverlässige Beratung“ werde von entscheidender Bedeutung sein, um die Corona-Pandemie zu beenden, die Wirtschaft wieder anzukurbeln und „die Lebensqualität aller Amerikaner zu verbessern“.

Lander erklärte via Twitter, er fühle sich „geehrt“ und sei „ gespannt“ seine neue Aufgabe. Er leitet das Broad-Institut des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Harvard-Universität.

Großeinsatz für US-Nationalgarden: 20.000 Reservisten sollen Bidens Amtseinführung absichern

7.00 Uhr: Bei der Amtseinführung des gewählten US-Präsidenten Joe Biden sollen mehr als 20.000 Nationalgardisten aus dem ganzen Land im Einsatz sein. Nach der Erstürmung des Kapitols durch militante Trump-Anhänger ist die Sorge groß, dass es bei der Amtsübergabe erneut zu Gewalt kommen könnte.

Rund 450.000 Mitglieder zählt die Nationalgarde, eine Reservisteneinheit, die im In- und Ausland eingesetzt werden kann. Bei den Angehörigen handelt es sich allerdings nicht um Berufssoldaten. Sie gehen in der Regel im Alltag einem anderen Beruf nach, trainieren aber regelmäßig für ihre Einsätze.

Florida: Mann ruft zu Gewalt gegen Trump-Anhänger auf – Festnahme

3.30 Uhr: Die Bundesbehörden in Florida haben einen Mann wegen Aufrufs zur Gewalt gegen Demonstranten festgenommen. Der Mann aus der Hauptstadt Tallahassee habe zu einer bewaffneten Reaktion auf zu erwartende Proteste vor dem Regierungssitz des Bundesstaates Florida aufgerufen, wie das Justizministerium am Freitag mitteilte.

„Extremistische Gewaltpläne egal von welchem Ende des politischen und sozialen Spektrums müssen gestoppt werden und sie werden gestoppt“, erklärte der zuständige Staatsanwalt Lawrence Keefe. Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen ehemaligen Soldaten, der den Angaben zufolge in den sozialen Medien dazu aufgerufen hatte, die geplanten Demonstrationen gegen Bidens Amtseinführung am Mittwoch gewaltsam zu stoppen. Er habe Videos von sich mit zahlreichen Waffen veröffentlicht und aktiv Mitstreiter rekrutiert.

Wegen der angespannten Lage ordnete Floridas Gouverneur Ron DeSantis am Freitag die Mobilisierung der Nationalgarde an. Die Verfügung des republikanischen Gouverneurs, dass die Nationalgarde die örtlichen Sicherheitskräfte unterstützen solle, gilt bis Sonntag kommender Woche.

US-Waffenlobby meldet Insolvenz an – als Teil von „Restrukturierung“

1.00 Uhr: Die US-Waffenlobby-Organisation NRA hat eigenen Angaben zufolge als Teil einer „Restrukturierung“ Insolvenz angemeldet. Zudem will die mächtige Organisation ihren rechtlichen Sitz nach Texas verlegen. Die National Rifle Association gab am Freitag bekannt, New York verlassen und sich in Texas neu aufstellen zu wollen. Bei der Insolvenz handle es sich um den Teil eines „neuen strategischen Plans“.

Die finanzielle Lage der Organisation sei stark, betonte die NRA. Es werde weder unmittelbaren Auswirkungen auf den Betrieb noch auf die Personalstärke geben. Mit dem Schritt wolle die NRA ein politisches Umfeld in New York verlassen, das „ vergiftet“ und „korrupt“ sei. Im August hatte die Generalstaatsanwältin des US-Bundesstaats New York, Letitia James, Anklage gegen die NRA erhoben, um deren Auflösung zu erreichen. „Betrug und Missbrauch“ seien über Jahre an der Tagesordnung gewesen, sagte sie zur Begründung.

Führungspersönlichkeiten sollen unter anderem Geld für luxuriöse Reisen veruntreut und Aufträge an Freunde und Familie vergeben haben. Die NRA besitzt in den USA gemeinnützigen Status – deshalb unterliegt sie besonderen Auflagen für Verwendung der Spenden, Wohltätigkeit und Rechnungslegung. Die als sehr konservativ geltenden Organisation hat großen politischen Einfluss. Sie gilt als loyale Unterstützerin der Republikaner. US-Präsident Trump hatte sich in der Vergangenheit immer wieder schützend hinter die NRA gestellt.

USA-News vom Freitag, 15. Januar: Kurz vor Amtsende: Trump-Regierung verhängt Sanktionen gegen China, Kuba und Iran

23.30 Uhr: Wenige Tage vor ihren Amtsende hat die US-Regierung ihre Sankitonen gegen China, Kuba und den Iran verschärft. Die Zentralregierung in Peking zerstöre die „Freiheiten und demokratischen Prozesse“ in Hongkong, kritisierte US-Außenminister Mike Pompeo. Mit Sanktionen gegen sechs Vertreter Chinas reagierten die USA Pompeos Angaben zufolge auf die Festnahme von 55 Demokratieaktivisten in der Sonderverwaltungszone Hongkong am 6. Januar.

Zudem wurden Sanktionen gegen eine chinesische Stahlfabrik und einen Baustoff-Hersteller in den Vereinigten Arabischen Emiraten verhängt – wegen Zusammenarbeit mit der bereits mit US-Sanktionen belegten iranischen Staatsrederei. Auch gegen Kubas Innenminister Lázaro Alberto Álvarez Casas verhängte das US-Finanzministerium Sanktionen. Pompeo hatte den karibischen Inselstaat zuvor erneut auf die Liste der Terrorstaaten gesetzt.

Biden will mehr Tempo bei Corona-Impfaktion in den USA machen

22.55 Uhr: Der künftige US-Präsident Joe Biden will das Tempo der Corona-Impfaktion im Land deutlich beschleunigen. Biden kündigte am Freitag in Wilmington im Bundesstaat Delaware ein Bündel an Maßnahmen an, mit dem er bestehende Probleme bei der Impfkampagne in den USA überwinden will. Unter anderem soll die US-Katastrophenschutzbehörde Fema beim Aufbau von Impfzentren helfen. Mobile Impfstationen sollen in entlegene Gebiete geschickt werden. Außerdem sollen Bidens Plänen nach die Apotheken im Land eingespannt werden, um ebenfalls Impfungen gegen das Coronavirus zu verabreichen.

Von der Leyen will Neustart in Beziehungen mit den USA

22.48 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich für einen Neustart in den transatlantischen Beziehungen ausgesprochen. Sie sagte am Freitagabend in einem Grußwort auf dem digitalen CDU-Parteitag mit Blick auf den Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Joe Biden als Nachfolger von Donald Trump am nächsten Mittwoch, dies sei der Moment, auf den viele vier Jahre lang gewartet hätten. Die EU wolle die Chance für einen Neustart nutzen. Als Beispiel nannte von der Leyen die Klimaschutzpolitik. Außerdem gehe es darum, großen digitalen Plattformen wirksame Grenzen zu setzen.

US-Vizepräsident Pence telefoniert mit Nachfolgerin Harris

22.46 Uhr: Inmitten der Spannungen vor der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden hat der scheidende Vizepräsident Mike Pence mit seiner Nachfolgerin Kamala Harris telefoniert. Informierte Kreise bestätigten der Nachrichtenagentur AFP am Freitag das Gespräch, ohne Angaben zum Inhalt zu machen.

Die „New York Times“ berichtete, Pence habe Harris gratuliert und ihr Hilfe angeboten. Es war demnach das erste Gespräch der beiden seit ihrem Aufeinandertreffen bei einem Wahlkampf-Fernsehduell im Oktober. Der abgewählte Präsident Donald Trump hat seinen Nachfolger Biden auch mehr als zwei Monate nach der Wahl noch nicht angerufen.

Pelosi kündigt nach Krawallen am Kapitol Sicherheitsüberprüfung an

20.26 Uhr: Nach der Erstürmung des US-Kapitols hat die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, eine „rigorose“ Überprüfung aller Sicherheitsvorkehrungen angekündigt. Die Untersuchung solle vom pensionierten General Russel Honoré geleitet werden, sagte Pelosi am Freitag vor Journalisten. Die Überprüfung sei unabhängig von einer bevorstehenden parlamentarischen Aufarbeitung und einer externen Analyse des Handelns der Sicherheitskräfte, sagte Pelosi.

Nach der Erstürmung des Parlamentsgebäudes am vergangenen Mittwoch ist die Sicherheit rund um das Kapitol massiv verstärkt worden, unter anderem mit zusätzlichen Barrieren rund um das Gelände.

Medien: Trump verlässt Washington am Morgen vor Biden-Vereidigung

19.04 Uhr: Der scheidende US-Präsident Donald Trump will die Hauptstadt Washington Medienberichten zufolge am Morgen der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden verlassen. Mehrere US-Medien, darunter die „Washington Post“ und der Sender Fox News, meldeten am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise, Trump wolle das Weiße Haus und die Hauptstadt am Mittwochmorgen Richtung Florida verlassen - kurz bevor Biden vor dem Kapitol vereidigt werden soll.

Trump hatte vor einigen Tagen auf Twitter angekündigt, dass er nicht an der feierlichen Amtseinführung seines Nachfolgers Biden teilnehmen werde. Trumps Anwesenheit bei der Zeremonie entspräche den politischen Gepflogenheiten, sie hat aber keine rechtliche Auswirkung. Biden wird auch ohne den Amtsvorgänger als neuer Präsident vereidigt.

Die „Washington Post“ schrieb, Trump plane stattdessen eine Abschiedszeremonie für sich selbst auf dem Militärflugplatz außerhalb Washingtons, von wo aus der Regierungsflieger Air Force One startet. Das habe es in dieser Form noch nie gegeben, hieß es in dem Bericht. Fox News meldete, Trump wolle auch mehrere Mitarbeiter aus dem Weißen Haus mit nach Florida nehmen, wo er sein Club-Resort Mar-a-Lago hat.

Trumps Zustimmungswerte nach Sturm aufs Kapitol abgestürzt

18.51 Uhr: Kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt sind die Zustimmungswerte für US-Präsident Donald Trump einer Umfrage zufolge auf einen negativen Rekordwert abgestürzt. Nach der Erstürmung des Kapitols durch seine Anhänger stellten Trump nur noch 29 Prozent der Befragten ein positives Zeugnis für seine Amtsführung aus, wie das Institut Pew am Freitag in Washington mitteilte. 68 Prozent missbilligten, wie der Präsident seinen Job ausführt. Ebenfalls 68 Prozent sagten, dass sie sich nicht wünschten, dass der Republikaner in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle in der US-Politik spielt.

Der künftige Präsident Joe Biden - der am Mittwoch vereidigt werden wird - bekommt für sein Verhalten seit der Wahl vom 3. November mehrheitlich positive Noten: 64 Prozent bewerteten es als gut oder hervorragend. Bei Trump äußerten sich nur 23 Prozent entsprechend. Das liegt auch daran, dass sich Unterstützer von ihm abwenden: In dieser Gruppe hat sich nach Angaben von Pew der Anteil derjenigen, die das Verhalten Trumps als mangelhaft bewerteten, innerhalb von zwei Monaten auf 20 Prozent verdoppelt.

Auch Bruce Springsteen tritt nach Biden-Amtseinführung auf

17.03 Uhr: Bei einer Sondersendung nach der Amtseinführung von US-Präsident Joe Biden werden auch die Foo Fighters sowie die Sänger John Legend und Bruce Springsteen auftreten. Sie verstärken bei der live übertragenen Sendung am Mittwochabend (Donnerstagmorgen MEZ) die bereits angekündigten Künstler, darunter Jon Bon Jovi und Justin Timberlake. Die Show wird von Schauspieler Tom Hanks moderiert. Auch die Schauspielerinnen Eva Longoria und Kerry Washington werden auftreten, wie Bidens Team am Freitag erklärte

Amtseinführung Bidens: So soll Washington geschützt werden

16.27 Uhr: Am 20. Januar wird Joe Biden als neuer US-Präsident vereidigt. Was in Washington passiert, um einen zweiten Kapitolssturm zu verhindern: 26.000 Nationalgardisten dazu Tausende Stadt-Polizisten, Secret Service-Beamte, Kapitol-Polizisten, Nationalpark-Polizisten, US-Marshals und Hundertschaften von rund 15 anderen Institutionen vom Justizministerium bis zum Heimatschutzministerium werden im Einsatz sein. Lesen Sie hier: Amtseinführung Bidens: So soll Washington geschützt werden

Pentagon: Abbau der US-Truppen in Afghanistan und Irak vollzogen

16.20 Uhr: Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit ist die von Präsident Donald Trump angeordnete Truppenreduzierung in Afghanistan und dem Irak auf jeweils 2500 US-Soldaten vollzogen. In Afghanistan seien damit weniger Soldatinnen und Soldaten im Land als je zuvor seit dem Jahr 2001, erklärte der geschäftsführende Verteidigungsminister Christopher Miller am Freitag. „Mit einer Truppenstärke von 2500 haben unsere Kommandeure, was sie brauchen, um Amerika, unsere Leute und Interessen zu sichern“, erklärte Miller.

Zum Irak erklärte der Minister, die Reduzierung der Truppenstärke reflektiere die „gestiegenen Fähigkeiten“ der irakischen Sicherheitskräfte. Die US-Streitkräfte hätten im Land weiter die Fähigkeiten für Anti-Terror-Einsätze, um den Irak und Verbündete mit Geheimdiensterkenntnissen und Unterstützung aus der Luft beizustehen.

Ivanka Trump: Agenten dürfen bei ihr nicht auf Toilette

15.58 Uhr: Die Familie des US-Präsidenten Donald Trump wird rund um die Uhr von Agenten des Secret Service bewacht. Das gilt natürlich auch für Trump-Tochter Ivanka und ihren Mann Jared Kushner. Wie die "Washington Post" nun erfahren hat, durften ihre Bodyguards in Ivankas Haus keine der sechs Toiletten nutzen. Lesen Sie hier: Ivanka Trump: Agenten dürfen bei ihr nicht auf Toilette