Bizarrer Wahlkampfauftritt

Putin unterstellt seinen Gegnern Mordgelüste

Russlands Premier Putin schürt noch einmal Ängste kurz vor der Präsidentenwahl am 4. März: Seine Gegner wollten jemanden "umnieten" und Wahlzettel fälschen.

Foto: REUTERS

Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl hat Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin der Opposition vorgeworfen, mit schmutzigen Tricks gegen ihn vorgehen zu wollen.

Seine Gegner hätten vor, Wahlzettel zu fälschen, sagte Putin am Mittwoch zu seinen Unterstützern in Moskau. „Bestimmte Mechanismen werden benutzt, die beweisen sollen, dass die Wahlen manipuliert wurden“, sagte der 59-Jährige. Zugleich deutete er an, dass es ein Mordkomplott gegen eine sehr bekannte Persönlichkeit gebe.

„Bitte entschuldigen Sie den Ausdruck. Aber sie werden jemanden umnieten und dann den Behörden dafür die Schuld in die Schuhe schieben. Diese Leute sind zu allem bereit. Ich übertreibe nicht“, ergänzte der ehemalige KGB-Agent. Das Komplott werde vom Ausland gesteuert.

Umfragen lassen keinen Zweifel, dass Putin den Amtsinhaber Dmitri Medwedjew ablösen wird und damit den Rollentausch an der Staatspitze perfekt macht.

Doch die Popularität Putins bröckelt: Nach der Parlamentswahl im Dezember sind in landesweiten Protesten wiederholt Zehntausende Menschen auf die Straßen gegangen, um ihrem Ärger über Fälschungen bei der Duma-Wahl und über Putins erneute Präsidentenkandidatur Luft zu machen. Für Montag habe Kreml-Gegner zu einer neuen Großdemonstration aufgerufen.