Kim Jong-un

Nordkorea gelobt Gefolgschaft unter Blut und Tränen

Das Land sichert Kim Jong-un als "obersten Kommandeur" diesselbe Treue zu wie dem Vater. Von dem traf unterdessen ein unerwartetes Geschenk ein: riesige Fischladungen.

Nordkorea hat dem Sohn des verstorbenen Staatschefs Kim Jong-il unter „Blut und Tränen“ geschworene Gefolgschaft zugesichert. In der Staatspresse „Rodong Sinmun“ hieß es, das Land stehe hinter Kim Jong-un als „oberstem Kommandeur“ – unter Schwüren, die in Blut und Tränen vor seinem Vater gemacht worden seien.

Auch eine Woche nach dem Tod von Kim Jong-il strömten weiter zahlreiche Nordkoreaner zu den im ganzen Land eingerichteten Gedenkstätten.

In der Hauptstadt Pjöngjang traf unterdessen ein unerwartetes Geschenk des verstorbenen Machthabers ein: riesige Fischladungen.

Kim Jong-il habe diese aus Bedenken über die Fischversorgung der Hauptstadt am Tag vor seinem Tod angeordnet, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. Die UN warnen immer wieder vor dem wachsenden Hungerproblem in Nordkorea.

Ausländische und südkoreanische Aktivisten schickten derweil Ballonladungen mit hunderten Paaren Socken über die Grenze. Diese sollten ihren nordkoreanischen Nachbarn helfen, den eisigen Temperaturen zu trotzen, erklärten sie. Mit Ballons werden sonst gelegentlich Flugblätter der Aktivisten über die Grenze transportiert.