Stimmen

So reagiert die Welt auf den Tod von Kim Jong-il

Die Nachricht vom Tod von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il hat die Welt überrascht. Südkorea ist in erhöhter Alarmbereitschaft, viele Nachbarn in Sorge. Insbesondere in Europa sehen Regierungsvertreter auch eine Chance für einen Wandel zum Besseren.

Das Video konnte nicht gefunden werden.

Die Börsen in Südkorea und Japan reagieren mit Verlusten auf den Tod des nordkoreanischen Staatschefs.

Video: Reuters
Beschreibung anzeigen

Südkorea

Präsident Lee Myung Bak: „Der Frieden und die Stabilität der koreanischen Halbinsel sollten nicht bedroht werden durch diese Krise.“

China

Außenministeriumssprecher Liu Weimin: „Wir sind geschockt zu erfahren, dass der oberste Führer der Demokratischen Volksrepublik Korea, Kamerad Kim Jong Il, verschieden ist und sprechen unser tiefes Beileid zu seinem Tod aus.“

Japan

Ministerpräsident Yoshihiko Noda: „Wir müssen dafür sorgen, dass dieser plötzliche Tod keine negativen Konsequenzen für den Frieden und die Stabilität auf der koreanischen Halbinsel hat.“

Russland

Das Außenministerium in Moskau forderte Pjöngjang auf, „ein Moratorium für alle nuklearen Aktivitäten, einschließlich der Uran-Anreicherung, zu erklären“ und „günstige Bedingungen“ für eine Wiederaufnahme der internationalen Gespräche zu seinem Atomprogramm zu schaffen.

Deutschland

Bundeaußenminister Guido Westerwelle (FDP): „Dies ist ein wichtiger Führungswechsel in Nordkorea, der für die Stabilität der gesamten Region von Bedeutung ist. Damit verbindet sich auch eine Chance für Nordkorea. Wir hoffen von Herzen mit den Menschen in Nordkorea, dass diese Chance auch wahrgenommen wird.“

Frankreich

Außenminister Alain Juppé: „Wir sind sehr wachsam wegen den Konsequenzen der Nachfolge und hoffen, dass die Bevölkerung Nordkoreas eines Tages Freiheit finden kann..“

Großbritannien

Außenminister William Hague: „Dies könnte ein Wendepunkt sein für Nordkorea. Wir hoffen, dass ihre neue Führung erkennt, dass Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft die beste Aussicht zur Verbesserung der Lebensbedingungen der einfachen nordkoreanischen Bevölkerung bietet.“

Europäische Union

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton: „Die EU beobachtet die Situation genau und steht im Kontakt mit ihren strategischen Partnern, um Einschätzungen über mögliche Folgen auszutauschen.“

USA

Präsidentensprecher Jay Carney: „Der Präsident (Barack Obama) ist informiert worden und wir sind im engen Kontakt mit unseren Alliierten in Südkorea und Japan. Wir bleiben der Stabilität der koreanischen Halbinsel verpflichtet und der Freiheit und Sicherheit unserer Verbündeten.“