Dominique de Villepin

Frankreichs Ex-Premier fordert Sarkozy heraus

Die Riege der französischen Präsidentschaftskandidaten wird größer. Jetzt hat sich Ex-Premier de Villepin ins Rennen begeben. Seine Umfragewerte sind aber unterirdisch.

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Der frühere französische Regierungschef Dominique de Villepin tritt bei der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr an. De Villepin gab am Sonntagabend im Fernsehsender TF1 seine Kandidatur bekannt. Er sei überzeugt, dass der Wahltermin im nächsten Jahr ein „Termin der Wahrheit, des Mutes und des Willens“ sein werde, sagte der Gründer der Partei République solidaire (Solidarische Republik) auf TF1.

Es beunruhige ihn, zu sehen, wie das Gesetz der Märkte Frankreich demütige und dem Land weiteres Sparen aufbürde. Für die Zukunft sei eine „Republik der Bürger“ nötig. „Die Franzosen müssen aufwachen“, forderte er.

De Villepin werden bei dem Urnengang allerdings noch nicht einmal Chancen auf einen Achtungserfolg eingeräumt. Er liegt in Umfragen derzeit bei einem Prozent.

Villepin war von 2005 bis 2007 unter dem damaligen Staatschef Jacques Chirac Regierungschef. Im Februar verließ er die konservative Regierungspartei UMP von Präsident Nicolas Sarkozy, nachdem er bereits im vergangenen Sommer eine eigene Bewegung ins Leben gerufen hatte, die République solidaire.