Ausschreitungen

Steine und Molotow-Cocktails gegen Polizei in Athen

In Athen ist die Polizei mit Tränengas gegen Dutzende vermummte Demonstranten vorgegangen. Diese schleuderten Molotowcocktails und Steine auf die Beamten.

Am Rande von Demonstrationen zum Gedenken an einen vor drei Jahren von einem Polizisten getöteten Jugendlichen ist es in Athen und Thessaloniki zu Ausschreitungen gekommen.

Das griechische Fernsehen zeigte Bilder, wie die Polizei in der Hauptstadt mit Tränengas gegen rund hundert Demonstranten vorging, die Steine und Molotow-Cocktails auf die Sicherheitskräfte warfen. In Thessaloniki, der zweitgrößten griechischen Stadt, beschädigte eine Gruppe von Schülern nach Polizeiangaben Autos und warfen Steine auf ein Ministerium.

Alexandros Grigoropoulos starb am 6. Dezember 2008

An den Demonstrationen zum Gedenken an den 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos, der am 6. Dezember 2008 von einem inzwischen zu lebenslanger Haft verurteilten Polizisten erschossen worden war, beteiligten sich in Athen laut Polizei rund 1500 Schüler und Studenten.

Dort schirmten Sicherheitskräfte das Parlamentsgebäude ab, wo in der Nacht zum Mittwoch der Haushalt für 2012 beschlossen werden sollte. In Thessaloniki protestierten demnach etwa 400 junge Menschen. In beiden Städten waren am Abend weitere Demonstrationen von linken Gruppierungen und Anarchisten geplant.