Washington

Kriegsgegner versuchen, Space Museum zu überrennen

In Washington haben rund 200 Kriegsgegner versucht, das Luft- und Raumfahrtmuseum in der US-Hauptstadt zu stürmen. Es kam zum Einsatz von Pfefferspray.

In Washington haben Kriegsgegner versucht, mit Protestbannern in das National Air and Space Museum einzudringen, um gegen eine Drohnen-Ausstellung zu protestieren. Etwa 100 bis 200 Demonstranten versuchten gegen 15 Uhr (Ortszeit) am Samstag, das Museum in der US-Hauptstadt zu betreten, wie ein Sprecher der dafür zuständigen Smithsonian Institution, John Gibbons, sagte.

Als ein Wachmann die Gruppe mit der Erklärung gestoppt habe, sie dürfe keine Schilder in das Gebäude bringen, sei er offenbar von Demonstranten festgehalten worden.

Museum wurde nach dem Zwischenfall geschlossen

Ein zweiter Wachmann habe daraufhin gegen mindestens eine Person Pfefferspray eingesetzt, sagte Gibbons. Die Menge habe sich aufgelöst. Das Museum wurde nach dem Zwischenfall geschlossen.

In Washington ist es in der vergangenen Woche zu mehreren Protestaktionen gekommen. Zu den Demonstranten, die in das Museum gelangen wollten, gehörten Personen, die mit der Bewegung Stop the Machine (Stoppt die Maschine) assoziiert sind.

19-jährige Frau wurde festgenommen

Die Gruppe protestiert gegen Kriege und Unternehmensgier. Zu den Teilnehmern der Protestaktion am Samstag zählten aber auch Angehörige der Gruppe Occupy D.C., die der Bewegung Occupy Wall Street (Besetzt die Wall Street) nachempfunden ist, die in New York gegen die Macht der Banken protestiert.

Eine Anwältin, die mit Stop the Machine zusammenarbeitet, Ann Wilcox, sagte, die Polizei habe eine 19-jährige Frau festgenommen, die nach Zahlung eines Bußgelds aber wieder freigelassen wurde.

Geschichte unbemannter Flugzeuge und deren aktuellen Einsatz

Wie Wilcox sagte, wollten die Demonstranten im National Air and Space Museum gegen eine Drohnen-Ausstellung protestieren. Die Ausstellung veranschaulicht die Geschichte unbemannter Flugzeuge und deren aktuellen Einsatz als Angriffswaffe.

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama hat die Zahl der Drohnen-Angriffe gegen Ziele des Terrornetzwerks al-Qaida in Stammesgebieten in Pakistan vervierfacht: Während es unter Präsident George W. Bush weniger als 50 Drohnen-Angriffe waren, ist die Zahl in den vergangenen drei Jahren auf mehr als 220 gestiegen.