Ägyptischer Schwarzmarkt

BKA besorgt über Handel mit libyschen Raketen

Während des libyschen Bürgerkrieges sind Hunderte Fliegerfäuste aus dem Arsenal Gaddafis entwendet worden. Sicherheitsbehörden befürchten, dass Terroristen zugreifen.

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Bei den deutschen Sicherheitsbehörden wächst laut einem Bericht die Sorge, dass Waffen aus dem Arsenal der gestürzten libyschen Regierung in die Hände von Terroristen geraten könnten.

Erste Fliegerfäuste vom Typ SA-7 aus russischer Produktion seien nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamts (BKA) auf dem Schwarzmarkt in Libyens Nachbarland Ägypten aufgetaucht, berichtete das Online-Portal der "Bild"-Zeitung am Freitag.

BKA hat bereits den Zoll informiert

Das BKA gehe davon aus, dass wahrscheinlich hunderte schultergestützte Gefechtsköpfe, die auf die Abwärme von Flugzeugtriebwerken reagieren, während der libyschen Revolutionswirren entwendet worden seien. Die Behörde habe diesbezüglich eine Warnmeldung an den deutschen Zoll herausgegeben.

Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), forderte zum Schutz der deutschen Flughäfen verschärfte Vorfeldkontrollen durch die Bundespolizei.

Dies sei vor allem in den ausgedehnten Waldgebieten rund um die Einflugschneisen deutscher Flughäfen erforderlich, sagte Wendt zu "Bild.de". Als mögliche Ziele für Terroristen kämen seiner Einschätzung nach auch ICE-Schnellzüge in Betracht.