Nairobi

Anschlag auf Nachtlokal schürt Furcht vor Terror

Ein Anschlag auf ein Nachtlokal mit 14 Verletzten in Nairobi verstärkt die Furcht vor neuem Terror. Die radikalislamischen Al-Schabaab-Milizen drohten Kenia mit dem Attentat wegen des Truppeneinmarsches in Somalia. Allerdings gibt es Zweifel, ob Al-Schabaab für das Attentat verantwortlich ist.

Foto: dapd / dapd/DAPD

Ein Anschlag auf ein Nachtlokal in Nairobi schürt in Kenia die Furcht vor neuem Terror. In der Hauptstadt Nairobi wurden nach Angaben lokaler Sender am frühen Montagmorgen 14 Menschen verletzt. Ein unbekannter Mann habe eine Handgranate russischer Herkunft in den Nachtclub geworfen, berichtete Polizeichef Mathew Iteere nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders KBC. Für die Tat habe bisher noch niemand die Verantwortung übernommen. Am Montagnachmittag befanden sich noch vier der Verletzten im Krankenhaus.

Iteere forderte seine Landsleute demnach auf, besonders gegenüber Sympathisanten der radikalislamischen Al-Schabaab-Milizen wachsam zu sein. Die somalische Terrororganisation drohte mit Anschlägen in Kenia, nachdem Nairobi vergangene Woche eine Militäroffensive gegen die Al-Schabaab-Milizen im benachbarten Somalia gestartet hatte. Kenia reagierte mit dem Einmarsch auf die Entführung von Touristen und Mitarbeitern ausländischer Hilfsorganisationen in Kenia nach Somalia.

Die Sicherheitsmaßnahmen seien im ganzen Land verschärft worden, sagte der Polizeichef. Es sei allerdings noch zu früh, Al-Schabaab für den Anschlag auf den Mwauras Club verantwortlich zu machen. Die Militäroperationen Kenias gegen die radikalislamischen Milizen in Somalia würden unvermindert fortgesetzt, betonte Iteere. Westliche Somalia-Experten in Nairobi meinten, der Anschlag trage nicht die typische Handschrift der Terrororganisation.

Die US-Botschaft in Nairobi hatte am Samstag alle Amerikaner in Kenia vor der „drohenden Gefahr terroristischer Anschläge“ gewarnt. Die US-Botschaft berichtete von „glaubwürdigen Informationen“ drohender Anschläge auf Bereiche in Kenia, an denen sich Ausländer aufhielten, wie etwa Einkaufszentren oder Nachtclubs.