US-Wahlkampf

Peanuts für Palin – Politikerin sammelt wenig Geld

Für einen erfolgreichen Wahlkampf sind Spenden überaus wichtig. Sarah Palin kann in diesem Jahr sehr viel weniger Unterstützer von sich überzeugen als andere.

Die ehemalige republikanische Kandidatin für das US-Vize-Präsidentenamt Sarah Palin hat in diesem Jahr deutlich weniger Geld eingesammelt als andere Hoffnungsträger ihrer Partei. Im ersten Halbjahr kassierte ihr Fundraising-Ausschuss lediglich 1,6 Millionen Dollar.

„Das sind Peanuts“, sagte der frühere Leiter der Rechtsabteilung des republikanischen Nationalausschusses, Jan Baron am Donnerstag. Die ehemalige Gouverneurin von Alaska und prominente Vertreterin der konservativen Tea-Party-Bewegung will in den nächsten Monaten über eine Kandidatur für die Präsidentenwahl im November 2012 entscheiden.

Dank ihrer Bekanntheit braucht Palin wohl nicht viel Geld

Der in Umfragen bislang aussichtsreichste Republikaner, Mitt Romney, nahm allein im zweiten Quartal mehr als 18 Millionen Dollar Spendengelder ein. Auch weitere potenzielle Herausforderer von Präsident Barack Obama erhielten mehr als vier Millionen Dollar in den vergangenen drei Monaten.

Politische Beobachter gehen allerdings davon aus, das Palin wegen ihres hohen Bekanntheitsgrads zu Beginn eines Wahlkampfes weniger finanzielle Mittel benötigen würde. Sie war 2008 an der Seite von John McCain in das Rennen um die Vize-Präsidentschaft gegangen. Damit stieg sie zu einer der wohl bekanntesten Konservativen in den USA auf.

Den Rang ablaufen könnte ihr möglicherweise die Tea-Party-Vertreterin Michele Bachmann . Sie hatte bereits erklärt, für das Präsidentenamt kandidieren zu wollen.