Hauptstadt Abuja

23 Tote bei Anschlag auf UN-Gebäude in Nigeria

Hinter dem Anschlag auf die UN-Zentrale in Nigeria steckt nach Einschätzung der Regierung ein Mitglied einer radikalen Islamistengruppe mit Verbindungen zu al-Qaida. Bei dem Angriff waren in der vergangenen Woche 23 Menschen ums Leben gekommen.

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Ein Auto hatte das Gebäude gerammt und explodierte daraufhin. Dabei kamen mindestens zehn Menschen ums Leben.

Video: Reuters
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Hinter dem Anschlag auf den UN-Sitz in der nigerianischen Hauptstadt Abuja steht nach Behördenangaben ein Terrorverdächtiger mit Verbindungen zu al-Qaida. Ein Mann namens Mamman Nur habe den Anschlag gemeinsam mit zwei bereits festgenommenen Verdächtigen geplant, teilte die nigerianische Geheimpolizei am Mittwoch mit.

Er sei Mitglied der radikalislamischen Sekte Boko Haram, die sich zu dem Anschlag bekannte, und sei kürzlich aus Somalia nach Nigeria zurückgekehrt. Nach ihm werde jetzt gefahndet. Bei dem Anschlag waren am Freitag mindestens 23 Menschen getötet worden, unter ihnen mindestens elf Mitarbeiter der Vereinten Nationen.

Bei den beiden inhaftierten Verdächtigen handele es sich um Anführer von Boko Haram, erklärte die Geheimpolizei. Sie seien bereits am 21. August – also fünf Tage vor dem Anschlag – festgenommen worden. Zuvor habe die Polizei Hinweise darüber erhalten, dass Boko-Haram-Mitglieder Angriffe auf nicht näher benannte Ziele in Abuja planten.

Am Freitagmorgen hatte ein Selbstmordattentäter einen mit Sprengstoff beladenen Wagen in die hochgesicherte UN-Zentrale in Abuja gesteuert. Bei der Explosion wurden die beiden unteren Etagen des nahe der US-Botschaft gelegenen Gebäudes fast vollständig zerstört.

Nigeria war in den vergangenen Monaten wiederholt von Bombenanschlägen erschüttert worden, die der Boko Haram zugeschrieben wurden. Boko Haram, was übersetzt so viel wie „westliche Erziehung ist Sünde“ bedeutet, strebt die Errichtung eines islamischen Staats im Norden des Landes an. Dort leben überwiegend Muslime, während der Süden des Landes mehrheitlich von Christen bewohnt wird.

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