Tagesprotokoll

Alles über die Krawalle und die Reaktion von Bürgern und Politik

Noch immer bemühen sich Regierung, Polizei und Bürger, den Krawallen Herr zu werden. Die Polizei fahndet mit weiteren Fotos im Internet nach Verdächtigen.

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Zentrum der Gewalt war in der Nacht zum Dienstag die nordwestenglische Metropole Manchester.

Video: Reuters
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16.42 Uhr: Angst vor ethnischen Unruhen in Birmingham

In Birmingham, wo in der Nacht drei Männer ums Leben kamen, drohen Rassen-Unruhen auszubrechen. Die muslimisch-asiatische Gemeinde des Stadtteils Winsome Green, der die drei Toten angehörten, gibt afro-karibischen Bewohnern des Stadtteils die Schuld an deren Tod. Während der Ausschreitungen hatte ein rasendes Auto die drei Opfer, 31, 30 und 20 Jahre alt, erfasst. Zwei Männer starben noch am Unfallort, der dritte im Krankenhaus. In das Stadtviertel wurden Mediatoren entsandt, Politiker riefen die Bewohner auf, Ruhe zu bewahren.

16.18 Uhr: Bürger fordern materielle Bestrafung der Täter

Der Gemeinderat von Westminister kündigt an, Bewohner von Sozialwohnungen, die an den Krawallen teilgenommen haben, auf die Straße zu setzen. Eine Petition, überführten Randalierern die Sozialhilfe zu kürzen oder ganz zu streichen, ist bereits von 69.000 Menschen unterzeichnet worden. Die Regierung hatte kürzlich versprochen, alle Petitionen mit 100.000 Unterzeichnern für eine Debatte im Parlament in Erwägung zu ziehen.

15.51 Uhr: Schottland entsendet 250 Polizisten nach England

Nach Angaben des Chefs der schottischen Regionalregierung sind 250 schottische Polizisten unterwegs nach Nordengland und in die Region Midlands. Gleichzeitig seien 17.000 Polizisten in Schottland selbst im Dienst, falls auch dort Krawalle ausbrechen sollten.

15.09 Uhr: Vater eines Getöteten spricht zur Presse

Der Vater eines der Opfer von Birmingham wendet sich nach dem tragischen Tod seines Sohnes an die Presse. „Ich habe noch versucht ihn wiederzubeleben, aber vergebens“ berichtet Tariq Jahan. Sohn Haroon (21) und zwei weitere Männer starben, als sie ein Auto rammte. Der mutmaßliche Todesfahrer sitzt inzwischen in Haft.

Jahan, der nur wenige Meter von der Unfallstelle entfernt lebt, beschreibt seinen Sohn als sehr beliebt im Viertel. „Ich kann nicht beschreiben, wie es sich anfühlt, den eigenen Sohn zu verlieren.“ Trotzdem wolle er weder Regierung noch Polizei die Schuld am derzeitigen Chaos geben.

14.46 Uhr: Polizei stellt Fotos von Verdächtigen ins Netz

Die Polizei von London stellt weitere Bilder von Verdächtigen ins Internet. Es handele sich dabei um Personen, mit denen die Polizei sprechen wolle, um für Gerechtigkeit zu sorgen, heißt es dazu auf der Internetseite der Polizei.

14.17 Uhr: Ex-Botschafter spricht von "kriminellen Aktivitäten"

Die gewaltsamen Ausschreitungen in England haben nach Einschätzung des ehemaligen britischen Botschafters in Deutschland, Peter Torry, nichts mit der Sparpolitik der Regierung zu tun. „Was wir sehen auf den Straßen sind reine kriminelle Aktivitäten“, so der Diplomat im Deutschlandradio Kultur. Er sieht keinen Zusammenhang zwischen der Schließung von Kindergärten und Plünderungen in Manchester.

14.07 Uhr: Ausgeraubter Mann erst wenige Wochen in England

Der verletzte malaysische Student Mohammad Asyraf ist eines der Gesichter der Randale: Kameras filmen, wie dem 20-Jährigen Jugendliche auf der Straße vorgeblich auf die Beine helfen, dabei aber den Inhalt seines Rucksacks stehlen. Inzwischen liegt Asyraf im Krankenhaus, er leidet unter einem Jochbeinbruch. Hier geht's zum Video des Vorfalls.

13.52 Uhr: Alkohol befeuert die Ausschreitungen

Bei den Krawallen spielt offenbar auch Alkoholmissbrauch eine wichtige Rolle. Viele der Randalierer trinken sich Mut an und erbeuten bei der Plünderung von Geschäften weiteren Alkohol. Das als „Binge-Drinking“ bekannte Problem grassiert in Großbritannien schon seit langem. Betrunken und enthemmt prahlten einige der Randalierer während der Krawalle in der Nacht auf Mittwoch mit ihren Taten.

13.41 Uhr: Tankstellenkette stellt Verkauf von Benzinkanistern ein

Die Tankstellenkette Morrison's hat als Reaktion auf die Krawalle angekündigt, kein Benzin in Kanistern mehr zu verkaufen. Es handele sich dabei um eine landesweite Sicherheitsmaßnahme angesichts der Brandstiftungen in den betroffenen Städten.

13.39 Uhr: Nationalspieler Hitzlsperger erlebt Krawalle aus nächster Nahe

Der frühere Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger erlebt die Krawalle in England derzeit hautnah mit. „Die Stimmung ist besorgt, denn die Polizei bekommt die Lage derzeit nicht in den Griff, was in London einige wundert. Angst spüre ich selbst keine“, sagte der 29-Jährige, der in London lebt.

„Am Montag gab es keine Meile von meiner Wohnung entfernt Krawalle. Ich lebe an der Grenze zu Hackney im Nordosten Londons. Ich hab mich mit meinem Nachbarn darüber unterhalten, dass wir nur unsere Straße hochgehen müssten - dann könnten wir sie schon sehen. Kurze Zeit später war ich im Fitnessstudio und habe während dem Training alles live am Fernseher mitverfolgt, was in der Nachbarschaft passiert. Das war schon bizarr.“

13.38 Uhr: Viele geplünderte Läden vom Bankrott bedroht

Die Folgen der Ausschreitungen und Plünderungen könnten viele der betroffenen Betriebe in den Ruin treiben, warnen Experten. Bei vielen der Geschäfte, die angegriffen, ausgeraubt und zerstört worden seien, handele es sich um kleine Familienunternehmen, die finanziell ohnehin angeschlagen seien und über kaum Rücklagen verfügten, erklärt Chuka Umunna, Wirtschaftexperte der Labour-Partei. Er rief Versicherungen dazu auf, die Forderungen der betroffenen Betriebe schnell zu bearbeiten, um deren Bankrott zu verhindern.

13.09 Uhr: Londoner Gerichte sind 24 Stunden geöffnet

Die Gerichte in London arbeiten nach Auskunft eines hochrangigen Polizisten rund um die Uhr, damit alle festgenommenen Randalierer dem Haftrichter vorgeführt werden können.

12.51 Uhr: Briten befürworten Einsatz von Wasserwerfern

Einer Umfrage im Auftrag der Boulevardzeitung "The Sun" zufolge befürworten 90 Prozent der Befragten den Einsatz von Wasserwerfern. 33 Prozent sind dafür, dass die Polizei Feuerwaffen und scharfe Munition gegen die Randalierer einsetzen darf, 77 Prozent fordern, dass die Armee helfen soll, die Situation unter Kontrolle zu bringen.

57 Prozent stellen Premierminister David Cameron ein schlechtes Zeugnis im Umgang mit der Situation aus. 85 Prozent gehen davon aus, dass die Mehrheit der Randalierer ungestraft davonkommen werden.

12.40 Uhr: Cameron verspricht Ausbau des Gefängnissystems

Man wolle auch mit dem Ausbau des Gefängnissystems auf die Unruhen reagieren, sagt Cameron: "Wenn die Gerichte mehr Leute ins Gefängnis schicken wollen, ist die Regierung dazu verpflichtet, ihnen Plätze in Gefängnissen zur Verfügung zu stellen und wird das auch tun."

Noch im vergangenen Monat waren Reformen vorgestellt worden, nach denen weniger Haftstrafen vorgesehen waren, um Geld zu sparen.

12.30 Uhr: Cameron will Sparplan auch bei Polizei fortsetzen

Cameron weist die Forderung, angesichts der Krawalle die Polizei von geplanten Kürzungen zu verschonen, zurück. "Bürgermeister und Gemeindeverwaltungen wollen immer mehr Geld, aber es ist der Job der regierung, ihnen zu geben was sie brauchen". Die Polizei habe ihm gesagt, sie verfüge über die notwendigen Ressourcen.

12.27 Uhr: Cameron spricht von "zerbrochener Gesellschaft"

"Diese anhaltende Gewalt ist nicht annehmbar und wir werden ihr ein Ende setzen", sagt der britische Premierminister Premierminister David Cameron vor der Tür seines Dienstsitzes DowningStreet 10. "Wir werden nicht zulassen, dass auf unseren Straßen eine kultur der Angst herrscht."

Cameron spricht von einer "zerbrochenen Gesellschaft", ein Thema, dass er schon im Wahlkampf im vergangenen Jahr häufig angesprochen hatte. Wenn man sehe, wie Jugendliche Geschäfte plündern und dabei lachten, sei klar, dass in der Gesellschaft etwas nicht stimme. „Das ist ein moralisches wie politisches Problem“, erklärt Cameron.

12.18 Uhr: Cameron droht den Randalierern und Plünderern

"Bild für Bild" würden die Täter der vergangenen Nächte identifiziert und festgenommen, erklärt Cameron. Er werde sich nicht von "heuchlerischen" Bürgerrechtsfragen über die Veröffentlichung von Bildern aus Überwachungskameras davon abhalten lassen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

12:12 Uhr: Cameron – "Wir werden alles tun, um die Ordnung wiederherzustellen"

Cameron erklärt, keine Massnahme zur Beendigung der Krawalle sein vom Tisch. "Die Polizei soll alle Resourcen bekommen, um auf den Straßen die Ordnung wiederherzustellen." Die Polizei habe bereits die Erlaubnis, Plastikgeschosse zu verwenden. Im Notfall sollten den Einsatzkräften auch Wasserwerfer zur Verfügung gestellt werden.

12.09 Uhr: Premierminister David Cameron tritt vor die Presse

Cameron zeigt sich überzeugt, dass die verstärkte Polizeipräsenz London eine ruhigere Nacht beschert habe. Er dankt den Polizisten für ihren Mut und dankt auch den freiwilligen Helfern, die Aufräumarbeiten organisiert haben.

12.01 Uhr: Oberhaus kehrt aus der Sommerpause zurück

Das britische Oberhaus soll ebenfalls aus der Sommerpause zurückkehren. Am Donnerstag um 12 Uhr Ortszeit ist eine Sitzung anberaumt. Bereits am Dienstag hatte Premierminister David Cameron eine Sitzung des Unterhauses für Donnerstag angekündigt

11.24 Uhr: Vater eines Opfers in Birmingham "Mir fehlen die Worte"

Tariq Jahan, der Vater eines der Opfer von Birmingham, spricht mit dem Radiosender BBC 5 über den Tod seines Sohnes: "Mit fehlen die Worte um zu beschreiben, warum er uns genommen wurde, warum das passiert ist." Er selbst habe versucht, das Leben seines Sohnes durch Mund-zu-Mund-Beatmung zu retten.

Jahan beschreibt seinen Sohn Harroon Jahan als "sehr, sehr klugen und begabten Jungen". Anwohner und Nacharn berichten, Harroon habe versucht, Läden und Wohnhäuser vor den Randalierern zu schützen.

11.40 Uhr: Polizei beschwert sich über selbst ernannte Bürgerwehren

Während der Krawalle hat die Polizei offenbar mit einem neuen Störfaktor zu kämpfen. Selbst ernannte Bürgerwehren behinderten die Polizeiarbeit, klagt Stephen Kavanagh von der Londoner Metropolitan Police: "Was ich gar nicht gebrauchen kann, sind diese sogenannten Bürgerwehren, die alle offenbar zu viel getrunken hatten und die Polizeikräfte von dem abgehalten haben, was sie wirklich tun sollten - nämlich die Plünderei zu verhindern."

11.30 Uhr: 32-Jähriger wird wegen Mordverdachts verhört

Im Fall der drei Toten von Birmingham gibt es neue Details. Die Polizei verhört einen 32-Jährigen. Der Mann steht unter Verdacht, am Steuer des Autos gesessen zu haben, dass die drei Männer erfasste. Die Opfer, 31, 30 und 21 Jahre alt, waren zu Fuß unterwegs, offenbar hatten sie zuvor eine Moschee besucht. Das Auto des Verdächtigen wird von einem forensischen Team untersucht.

11.23 Uhr: Zahl der Festnahmen steigt auf 1335

Seit Ausbruch der Krawalle am vergangenen Samstag hat die Polizei insgesamt 1335 mutmaßliche Randalierer und Plünderer festgenommen. Davon wurden 768 in der Hauptstadt erfasst, gefolgt von Manchester und Umgebung mit 300 Festnahmen.

11.14 Uhr: Polizei in Manchester berichtet von Gewalt

Die Polizei von Manchester berichtet in einer Pressekonferenz von beispiellosen Gewaltausbrüchen. Die Krawallen seien gegen 17 Uhr Ortszeit ausgebrochen und hätten bis in die frühen Morgenstunden angedauert, 110 menschen wurden festgenommen

11.09 Uhr: Schottische Polizisten sollen englischen Kollegen helfen

Polizeieinheiten aus Schottland sollen nach England versetzt werden, um gegen die Randalierer und Plünderer vorzugehen. Die schottische Polizei will den Einsatz gegen die Randalierer außerdem mit Fahrzeugen und Ausrüstung unterstützen.

10.09 Uhr: Plünderer will weiter machen

Ein 16 Jahre alter Plünderer sagt BBC 5 live, dass er weiter an den Krawallen und Plündereien teilnehmen will. Es sei seine erste Straftat, weshalb ihm nichts passieren würde.

9.46 Uhr: Drei Tote in Birmingham

Neue Details über die Verfolgungsjagd in Birmingham: Einem Bericht des Rundfunksenders BBC zufolge sind die Männer, kurz bevor sie von einem Auto erfasst wurden, aus einer Moschee gekommen. Sie wollten ihre Nachbarschaft während der Unruhen schützen.

Die Polizei bestätigte dies zunächst nicht. Ihren Angaben zufolge wurde ein Verdächtiger wegen des Verdachts auf vorsätzliche Tötung festgenommen.

08.17 Uhr: Festnahmen im Südwesten Englands

Die Polizei in Gloucestershire nimmt neun Männer im Alter zwischen 16 und 40 Jahren fest.

07.06 Uhr: Verfolgungsjagd in Birmingham

Laut BBC sind nach einer Verfolgungsjagd in Birmingham drei Menschen gestorben. Noch ist unbekannt, ob der Vorfall mit den Krawallen zusammenhängt. Vor dem Krankenhaus versammeln sich zahlreiche Menschen. Die Polizei sperrt den Eingang ab.

05.55 Uhr: 768 Festnahmen und 111 verletzte Polizisten in London

Scotland Yard gibt an, dass in London seit Beginn der Ausschreitungen am Samstag 768 Randalierer festgenommen worden sind, 111 Polizisten wurden bei den Ausschreitungen verletzt.Landesweit hat die britische Polizei mehr als 1.100 Personen festgenommen.

05.09 Uhr: Festnahmen in Manchester und Nottingham

In Manchester setzen Randalierer ein Bekleidungsgeschäft in Brand und greifen mehrere weitere Läden an. An den Krawallen im Zentrum der nordwestenglischen Stadt beteiligen sich mehrere hundert Menschen. Rund 50 Personen werden festgenommen.

In Nottingham werfen Randalierer mit Brandsätzen, setzten eine Schule sowie ein Fahrzeug vor einer Polizeiwache in Brand. 90 Personen werden festgenommen, Berichte über Verletzte liegen zunächst nicht vor.

03.34 Uhr: Straßenschlachten in Manchester, London ruhig

In Manchester liefern sich Hunderte Jugendliche Straßenschlachten mit der Polizei. Vereinzelt kommt es zu Brandstiftungen. Jugendbanden spielen mit der Polizei Katz und Maus, berichtet die Nachrichtenagentur PA. Ein hoher Polizeioffizier sagt, die Beamten würden die Kontrolle über die Innenstadt „Straße um Straße“ wiedergewinnen.

In Nottingham wird eine Polizeiwache mit Brandsätzen angegriffen.

Auch aus Wolverhampton und West Bromwich werden Zwischenfälle gemeldet. In Liverpool werden mehrere Löschzüge der Feuerwehr attackiert. In London zeigt das große Polizeiaufgebot offenbar Wirkung. Dort bleibt es relativ ruhig, wie der Sender BBC berichtet.

01.52 Uhr: Britische Rechte wollen Unruhen ersticken

Die rechtsgerichtete English Defense League (EDL) will Mitglieder auf die Straßen schicken, um die Unruhen in mehreren britischen Städten zu ersticken. So sei geplant, dass in Luton – dem Sitz der Gruppe – aber auch in Manchester und anderen Orten bis zu 1000 Mitglieder ausrücken sollen.

Einige Mitglieder laufen bereits Patrouillen, um Randalierer abzuschrecken. Hunderte weitere wollen ihnen folgen. „Wir werden die Unruhen stoppen, die Polizei ist dazu offensichtlich nicht in der Lage“, sagt EDL-Anführer Stephen Lennon.

01.18 Uhr: Polizei in Manchester spricht von schwersten Krawalle seit 30 Jahren

Nach Angaben der Polizei laufebn hunderte teils maskierte Jugendliche durch Manchester, werfen Schaufensterscheiben ein und plündern Schuh- und Kleidungsgeschäfte sowie einen Elektromarkt. Zudem setzen sie Gebäude in Brand und schleudern Wurfgeschosse auf die Polizisten. Die Polizei ist mit mehreren Hundertschaften im Einsatz. Ein Polizeivertreter spricht von den schwersten Krawallen in Manchester in den vergangenen 30 Jahren.

"Das sind ganz einfach Verbrecher, die heute Nacht durchdrehen", sagt Garry Shewan, ein ranghoher Polizeioffizier. "Das ist sinnlose Gewalt und sinnlose Kriminalität in einer Größenordnung, wie ich sie nie zuvor gesehen habe." Er warnt die Randalierer, es gebe zahlreiche Videoaufzeichungen von der Gewalt. "Morgen früh werden wir kommen, um Verhaftungen vorzunehmen." Im Großraum Manchester wurden bereits in der Nacht mindestens 15 Menschen festgenommen.

23.06 Uhr: Ausschreitungen in Manchester und West Bromwich

Die BBC berichtet, Hunderte Jugendliche hätten in Manchester stundenlang randaliert, die Polizei habe ihnen machtlos gegenübergestanden. Auch aus West Bromwich nahe der zentralenglischen Stadt Birmingham werden Zusammenstöße gemeldet. Dort hat eine Gruppe von rund 200 Menschen nach Angaben der Polizei Barrikaden errichtet. Der Mob zündet Autos an und wirft mit Gegenständen auf die Beamten.

23.03 Uhr: In London ist die Lage bislang ruhig

CNN berichtet, abgesehen von wenigen Zwischenfällen habe sich die Lage in der englischen Hauptstadt London weitgehend beruhigt. Polizisten seien teilweise bis zu 20 Stunden im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu halten.

22.52 Uhr: Polizeiaufsicht – Schuss-Frage wird vielleicht nie geklärt

Die Polizeiaufsicht IPCC teilt mit, es gebe keinen Beleg dafür, dass eine am Tatort gefundene Waffe tatsächlich auf Mark Duggan abgefeuert worden sei. Möglicherweise werde die Frage nie sicher geklärt werden können. Aus den Protesten gegen den Tod des 29-Jährigen resultieren die tagelangen Krawalle in englischen Städten.

22.17 Uhr: Bürger wollen Plünderer abwehren

Nach Informationen des Nachrichtensenders Sky News wollen sich im Londoner Stadtbezirk Enfield 50 bis 70 Männer Plünderern in den Weg stellen.

21.22 Uhr: Festnahmen nach Ausschreitungen in Manchester

Die Polizei nimmt in Manchester nach Krawallen im Stadtzentrum sieben Randalierer fest. Die Beamten raten den Bürgern, die Innenstadt vorerst zu meiden.

20.41 Uhr: Modegeschäft angezündet

Gewalttäter stecken im englischen Manchester ein Modegeschäft in Brand. Das berichtet die britische Nachrichtenagentur PA. Hunderte Jugendliche seien durch die Stadt im Nordwesten Englands gerannt und hätten unter anderem Schaufenster eingeschlagen, heißt es weiter. Auch in West Bromwich in der Nähe von Birmingham marschieren gewaltbereite Jugendliche auf.

20.25 Uhr: Politiker rät zum Abschalten von Messenger-Funktion

Als Konsequenz aus den Krawallen in London und anderen englischen Städten fordert ein Unterhausabgeordneter das Abschalten der Messenger-Funktion an Blackberry-Mobiltelefonen. Damit solle verhindert werden, dass Randalierer auf diesem Weg zu weiteren Krawallen aufriefen, so der Abgeordnete David Lammy. Blackberry sagt seine Unterstützung zu.

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