Iran

Deutschland soll Kurdenrebellen nicht "ermutigen"

Weil ein kurdischer Rebellenanführer in Deutschland leben soll, fordert der Iran Deutschland auf, gegen den Mann juristisch vorzugehen.

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Der Iran hat Deutschland aufgefordert, juristisch gegen einen angeblich in der Bundesrepublik lebenden kurdischen Rebellenführer vorzugehen.

Einen entsprechenden Appell habe der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi in einem Telefonat an seinen deutschen Kollegen Guido Westerwelle (FDP) gerichtet, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Irna. In dem Fall geht es um den Anführer der kurdischen Rebellenbewegung Pjak, Rahman Hadschi Ahmadi, der nach iranischen Angaben in Deutschland leben soll.

Der Nachrichtenagentur Isna zufolge war vor dem Telefonat zwischen Salehi und Westerwelle bereits eine deutsche Diplomatin in Teheran einbestellt worden. Bei dem Gespräch habe Saleh kritisiert, dass die Erlaubnis, in Deutschland leben zu dürfen, eine "Ermutigung für Terroristen" sei, "ihre Verbrechen fortzusetzen".

Die Pjak – Partei für Freies Leben in Kurdistan – ist regelmäßig in blutige Kämpfe mit iranischen Sicherheitskräften verwickelt. Diese wiederum greifen als Vergeltungsmaßnahme oft die bergige Grenzregion zur autonomen Region Kurdistan im Norden des Irak an. Die iranischen Revolutionsgarden starteten erst vergangene Woche eine Offensive gegen Stützpunkte der Pjak auf beiden Seiten der Grenze.