Abhörskandal

Premier Cameron schaltet sich in Ermittlungen ein

Der britische Regierungschef ist in Afrika unterwegs. Doch wegen des Skandals um die "News of the World" kommt er früher zurück.

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Der britische Premierminister David Cameron verkürzt Medienberichten zufolge aufgrund des Abhörskandals um Rupert Murdochs Medienkonzern News Corp eine Reise nach Afrika. Cameron wolle sich in die Ermittlungen einschalten, berichtete die Zeitung „Guardian“.

Statt vier Tagen halte sich der Regierungschef nur zwei Tage in Afrika auf und besuche lediglich die Länder Südafrika und Nigeria. Besuche im Sudan und Ruanda seien abgesagt worden. Die „Financial Times“ berichtete, Cameron kehre nach Großbritannien zurück, um Vorwürfe abzuwehren, sich während des Skandals nicht im Lande aufzuhalten.

Am Sonntag war wegen der Abhöraffäre der Londoner Polizeichef zurückgetreten. Ihm sei das Ausmaß der Bespitzelungsaffäre nicht klargewesen, sagte Paul Stephenson mehreren Fernsehkanälen. Der britischen Polizei wird vorgeworfen, Journalisten gegen Schmiergeldzahlungen vertrauliche Informationen gesteckt zu haben. Zudem sollen sie den Vorwürfen gegen Reporter der mittlerweile eingestellten Boulevardzeitung „News of the World“ nicht entschiedenen genug nachgegangen sein.

Journalisten des Skandalblattes wird vorgeworfen, Tausende Telefonate abgehört zu haben. Die ehemalige Chefredakteurin, Rebekah Brooks, kam am Morgen gegen eine Kaution wieder auf freien Fuß .