Bin Laden tot

Bayerns Innenminister warnt vor Racheakten

Nach der Tötung Bin Ladens warnen die USA vor Massenversammlungen und rufen zur Wachsamkeit auf. Auch Deutschland ist alarmiert

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US-Präsident Obama wendet sich nach der Tötung von Osama Bin Laden an die Amerikaner und betont, dass der Gerchtigkeit genüge getan wurde.

Video: Reuters
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Die US-Regierung hat ihre Bürger in aller Welt wegen der Gefahr antiamerikanischer Gewalt nach der Tötung von Terroristenchef Osama bin Laden zur Wachsamkeit aufgerufen. In einer Mitteilung des Außenministeriums wurden Bürger in besonders brisanten Regionen „angesichts der Unsicherheit und Unberechenbarkeit der gegenwärtigen Lage dringend“ aufgerufen, Massenversammlungen oder Demonstrationen zu meiden, hieß es.

Gleichzeitig wurden die US-Botschaften weltweit in Alarmbereitschaft versetzt.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat angesicht des Todes Bin Ladens vor der Gefahr von Terroranschlägen auch in Deutschland gewarnt. „Die kurzfristige Gefahr von Racheakten ist gestiegen“, sagte Herrmann.

Dies gelte besonders für Einrichtungen der USA in Deutschland. Hier würden die Bewachung und der Schutz durch die deutschen Sicherheitsbehörden sicher verstärkt werden. „Man kann jetzt schon sagen, dass man aufmerksamer sein muss“, sagte Herrmann. Insgesamt handele es sich bei der Tötung Bin Ladens um eine gute Nachricht für den Kampf gegen den internationalen Terrorismus.

Die Gewerkschaft der Polizei sieht deshalb auch gar keinen Anlass, Sicherheitsmaßnahmen herunterzufahren. Es sei weiter „höchste Wachsamkeit“ geboten, erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bernhard Witthaut.

„Es ist nicht ausgeschlossen, dass die verschiedenen Terrornetzwerke den Tod Bin Ladens rächen wollen“, gab Witthaut zu bedenken. Deshalb bräuchten die deutschen Sicherheitsbehörden jede politische und gesetzliche Unterstützung, um ihre Arbeit für die Sicherheit der Bürger leisten zu können.

„Der Tod Osama Bin Ladens wird die Terrorgefahr für Deutschland nicht entschärfen. Das zeigen die Hintergründe der jüngsten Festnahmen des Bundeskriminalamtes“, sagte der GdP-Vorsitzende weiter. Das ursprünglich von Bin Laden begründete Terrornetz funktioniere seit langem dezentral. Aktionsfähige Gruppen gebe es in vielen Ländern.

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