Nahost-Konflikt

Israel fängt Schiff mit Waffen für Palästinenser ab

Das Schiff "Victoria", das einem Deutschen gehört, habe die Waffen in Syrien geladen, erklärte das Militär. Diese hätten nach Gaza geschmuggelt werden sollen.

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Die israelische Marine hat nach eigenen Angaben ein Schiff mit einer großen Ladung Waffen an Bord abgefangen. Die Waffenlieferung stamme aus Syrien und sei für extremistische Palästinenser im Gazastreifen bestimmt gewesen, sagte der israelische Militärsprecher Avi Benajahu. Sie sollten demnach durch Tunnel unter der Grenze hinweg in den Gazastreifen geschmuggelt werden.

Im syrischen Hafen Lattakia habe das Schiff "Victoria" seine Fahrt begonnen, und nach einem Stopp im türkischen Hafen von Mercin Kurs auf sein Ziel Alexandria in Ägypten genommen, hieß es. Die Türkei sei nicht in die Waffenlieferung verwickelt, teilten israelische Behörden mit.

Alle Spuren würden auf Syrien als Ursprungsland der Lieferung hindeuten, sagte Benajahu. "Offensichtlich werden wir weitere Beweise für eine Achse Iran-Syrien-Hisbollah finden", sagte er dem israelischen Militärrundfunk. Israel wirft Iran und Syrien seit langem vor, seine Feinde im Südlibanon und im Gazastreifen mit Waffen zu beliefern.

Das Schiff gehört israelischen Angaben zufolge einer deutschen Firma und fährt für eine französische Reederei unter liberianischer Flagge. Es wurde rund 320 Kilometer vor der israelischen Küste aufgebracht und ohne Widerstand geentert. Weitere Untersuchungen sollen vorgenommen werden, sobald das Schiff in den israelischen Hafen Aschdod einläuft.