Die Initiative „Gen Z regelt“ ruft für Samstag zu bundesweiten Demonstrationen auf. Zehntausende junge Menschen wollen protestieren – gegen marode Schulen, steigende Lebenshaltungskosten und eine mögliche Wehrpflicht. Doch wer geht da eigentlich auf die Straße? Schüler, Studenten oder Arbeitnehmer? Kinder oder Erwachsene? Die Generation Z ist vielfältig. Ein Überblick.
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Welcher Jahrgang gehört überhaupt noch zur Generation Z?
Unter der Generation Z verstehen Statistiker und Soziologen häufig die Alterskohorte, geboren zwischen den mittleren bis späten 1990er-Jahren und dem Jahr 2010, also grob die Jahrgänge 1995 bis 2010. Zoomer, so ein ebenfalls gängiger Name für die Generation, sind demnach aktuell zwischen 31 und 16 Jahre alt. Daraus ergibt sich bereits eine wichtige Erkenntnis: Die Altersspanne innerhalb der Kohorte ist immens. Und damit sind auch die politischen Interessen und die Sozialisierung der Zoomer mitunter sehr unterschiedlich. Während einige von ihnen bereits fest im Beruf angekommen sind, gehen andere noch zur Schule.
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Wie groß ist die Generation Z in Deutschland?
Mit rund zwölfeinhalb Millionen Menschen ist die Gen Z relativ klein. Sie macht damit etwa 15 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Zum Vergleich: Die Vorgängergenerationen Generation X (1965 – 1980) und Generation Y (1981 – 1995, auch Millennials genannt) stellen mit rund 16,5 Mio. und rund 16,3 Mio. jeweils knapp 20 Prozent der deutschen Bevölkerung.
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Was hat die Generation Z geprägt?
In Deutschland ist die Generation Z in einer Zeit aufgewachsen, die stark von Digitalisierung, sozialen Medien, gesellschaftlichem Wandel und globalen Krisen geprägt ist. Sie wird häufig als erste Generation der sogenannten Digital Natives bezeichnet, da viele ihrer Mitglieder bereits seit ihrer Kindheit mit Smartphones, dem Internet und sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder YouTube vertraut sind.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Digitale Medien spielen sowohl bei der Kommunikation als auch bei der Informationsbeschaffung, Unterhaltung und Meinungsbildung eine wichtige Rolle. Dadurch ist die Generation Z meist gut vernetzt und kann schnell auf Informationen zugreifen. Gleichzeitig ist sie jedoch auch mit Herausforderungen wie Cybermobbing, Fake News, ständigem Vergleich mit anderen und einem hohen Einfluss sozialer Medien konfrontiert.
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Die älteren Jahrgänge haben als Kinder die Folgen der Finanzkrise erlebt. Die gesamte Kohorte erlebte zudem die Coronakrise, die Wahl Trumps, das Erstarken rechter Parteien und Fridays-for-Future-Proteste – einige als Schüler, andere bereits während der ersten Berufs- oder Studienjahre.
Wie tickt die Generation Z politisch?
Aus der Shell-Jugendstudie geht hervor, dass viele Angehörige der Generation Z großen Wert auf Themen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Gleichberechtigung, Vielfalt und soziale Gerechtigkeit legen. Themen wie psychische Gesundheit, persönliche Freiheit und Selbstverwirklichung werden ebenfalls offener angesprochen als in vielen vorherigen Generationen.

Allerdings zeigte sich bei der Bundestagswahl ein gemischtes Bild: Bei den Wählern unter 25 Jahren lag die Partei Die Linke deutlich vorn, gefolgt von der AfD. Das zeigt, dass gerade die Jüngeren innerhalb der Gen Z sich zu den politischen Rändern gezogen fühlen.
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Arbeitet die Gen Z schon?
Die Generation Z ist inzwischen mehrheitlich im berufsfähigen Alter. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt die Generation Z eine historisch hohe Erwerbsbeteiligung. Laut Umfragen legen Zoomer häufig größeren Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance. Das brachte ihr den Vorwurf ein, faul zu sein. Die Daten des IAB sprechen da jedoch eine andere Sprache.
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Zwar ist der Wunsch nach mehr Freizeit in der Gen Z sehr ausgeprägt, gelebt wird das jedoch häufig nicht. Den meisten ist laut Shell-Jugendstudie ohnehin finanzielle Sicherheit und ein stabiler Arbeitsplatz ebenso wichtig.
Warum ist die Generationen-Forschung so umstritten?
Wichtig: Die Generationenforschung sagt wenig über das Individuum aus. Lebenssituation, Einstellungen oder Zukunftschancen können innerhalb einer Kohorte stark variieren. Sie hängen insbesondere auch von ökonomischen und soziokulturellen Faktoren ab. Beispielsweise unterscheiden sich die Lebensrealitäten eines jungen Menschen aus einer wohlhabenden Akademikerfamilie in München deutlich von denen eines gleichaltrigen Menschen aus einer einkommensschwachen Familie in einer strukturschwachen Region. Beide gehören zur Generation Z, verfügen aber möglicherweise über völlig unterschiedliche Bildungs- und Berufschancen, finanzielle Möglichkeiten, soziale Netzwerke und Zukunftsperspektiven.
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Auch Faktoren wie Geschlecht und Migrationsgeschichte beeinflussen mitunter, welche Möglichkeiten jemand hat und welche gesellschaftlichen Erfahrungen er oder sie macht.
lro









