Erst schlagen mehrere Lenkwaffen in das ausgemusterte Kriegsschiff ein, dann folgt der entscheidende Treffer: Bei einer gemeinsamen Militärübung Griechenlands und Israels hat ein griechisches U-Boot die ehemalige Fregatte „Bouboulina“ mit einem schweren Torpedo versenkt. Das Manöver fand am 21. Oktober im nördlichen Kretischen Meer statt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Während der Übung testete die griechische Marine die israelischen Lenkwaffensysteme Spike NLOS und Spike ER. Nach Angaben der griechischen Marine wurden die Raketen von einem Kanonenboot der Machitis-Klasse sowie einem Spezialoperationsboot vom Typ Mark V abgefeuert. Auch zwei israelische Raketenschiffe waren beteiligt und feuerten eigene Lenkwaffen ab.

Ausgemusterte Fregatte wird zum Zielschiff

Als Ziel für die scharfen Schüsse diente die ehemalige griechische Fregatte „Bouboulina“ (F-463). Nach den Raketentests feuerte ein griechisches U-Boot einen schweren SUT-Torpedo auf das bereits getroffene Schiff ab. Die „Bouboulina“ sank daraufhin im Kretischen Meer.

An dem großangelegten Manöver waren neben Fregatten und U-Booten auch Schnellboote, Patrouillenschiffe, Spezialkräfte und Marinehubschrauber beteiligt. Zudem kamen Einheiten der griechischen Luftwaffe zum Einsatz. Nach Angaben der Marine sollte die Übung unter anderem die Zusammenarbeit der griechischen und israelischen Streitkräfte verbessern.

Neue Raketen können Ziele außer Sichtweite treffen

Bei den getesteten Spike-Systemen handelt es sich um präzisionsgelenkte Raketen des israelischen Herstellers Rafael. Die Variante Spike NLOS kann Ziele bekämpfen, die sich nicht in direkter Sichtlinie der Besatzung befinden. Die auf den griechischen Booten installierte Version soll eine Reichweite von bis zu 32 Kilometern erreichen. Die kleinere Spike ER2 erreicht dem Fachportal „Naval News“ zufolge bis zu zehn Kilometer.

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Die griechische Marine bezeichnete die Abschüsse als Abnahmetests der neuen Waffensysteme. Nach Angaben der Streitkräfte verliefen die Schüsse erfolgreich und bestätigten deren Einsatzfähigkeit.

Griechenland und Israel wollen militärische Zusammenarbeit ausbauen

Parallel zu dem Manöver trafen sich die Marinechefs beider Länder an Bord der griechischen Fregatte „Psara“. Der griechische Vizeadmiral Dimitrios-Eleftherios Kataras und Israels Marinechef Eyal Harel berieten unter anderem über aktuelle Herausforderungen für die maritime Sicherheit und die freie Schifffahrt.

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Dabei richteten beide Seiten den Blick besonders auf die Lage im östlichen Mittelmeer. Griechenland und Israel wollen ihre Zusammenarbeit bei Marineoperationen weiter vertiefen und auch bei Innovationen und neuen Technologien enger kooperieren.

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