Seit Januar finden junge Menschen ab 18 Jahren Post der Bundeswehr im Briefkasten. Der Grund: Mit der Neuregelung des freiwilligen Wehrdienstes erfragt die Truppe, wer zu einem möglichen Wehrdienst bereit wäre. Männer müssen den Fragebogen zur Wehrerfassung binnen vier Wochen ausfüllen, Frauen können es freiwillig tun. Danach folgt ein Erinnerungsschreiben mit einer meist zweiwöchigen Frist.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Wer diese verstreichen lässt, muss nun mit Strafen rechnen: Das Verteidigungsministerium leitet entsprechende Ordnungswidrigkeitsverfahren ein, teilte das von SPD-Politiker Boris Pistorius geführte Ministerium mit. Die Höhe des zu verhängenden Bußgelds kann bis zu 250 Euro betragen. Auch im Anschluss bestehe für wehrpflichtige Männer noch die Pflicht, den Fragebogen zu beantworten, hieß es.
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Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind mit Stand 30. September 492.800 Briefe versandt worden. Davon gingen den Angaben zufolge 253.000 an Männer und 239.800 an Frauen. Rund 96 Prozent der Männer haben demnach innerhalb der Frist und der Nachfrist geantwortet.
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Sollte es der Bundeswehr mit Hilfe des Fragebogens nicht gelingen, genügend Freiwillige zu gewinnen, behält sich die schwarz-rote Koalition die Einführung einer sogenannten Bedarfswehrpflicht vor. Zugleich teilte das Verteidigungsministerium mit, dass die Bundeswehr Ende September 186.200 aktive Soldatinnen und Soldaten zählte. Das seien 4.500 Personen mehr als im Vorjahresmonat.
daw/dpa






