Deutschlandweit wollen am nächsten Samstag (31. Oktober) junge Menschen auf die Straße ziehen: Im Netz ruft eine Initiative zu Demonstrationen auf, die sich „GenZ regelt“ beziehungsweise „GenZ steht auf“ nennt. Sie setzt sich unter anderem für mehr Klimaschutz ein, für Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen die Wehrpflicht. Dabei lehnt sie Gewalt ausdrücklich ab.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Rückendeckung kommt nun von der Bundeskonferenz der Schülerinnen und Schüler: Man bewerte die angekündigten Proteste „grundsätzlich positiv, soweit sie friedlich und demokratisch stattfinden“, sagte Isabelle Seltenreich, eine Sprecherin der Bundesschülerkonferenz der „Rheinischen Post“. Schüler hätten das Recht und allen Grund, für bessere Bildung und bessere Bedingungen an ihren Schulen auf die Straße zu gehen.
Seltenreich sagte, viele Forderungen, die auch aus den Protesten in Frankreich und Italien bekannt seien, teile die Bundesschülerkonferenz. „Dazu gehören unter anderem bessere Ausstattung und Infrastruktur an Schulen, ausreichend Lehrkräfte, kleinere Klassen, bessere Lernbedingungen und ein Bildungssystem, das allen jungen Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft gleiche Chancen bietet.“ Sie warnte mit Blick auf Frankreich und Italien aber, dass Proteste von unterschiedlichen politischen Gruppen instrumentalisiert werden könnten.
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In Frankreich protestieren Schüler seit Ende September für eine bessere Ausstattung der Schulen, mehr Lehrkräfte und bessere Lernbedingungen. Dabei kam es zu heftigen Ausschreitungen und Krawallen: Plünderer zogen durch die Straßen größerer französischer Städte. Mutmaßlich vorsätzlich ausgelöst, brannte ein Rathaus nieder. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Es kam zu Tausenden Festnahmen.
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Mittlerweile gibt es ähnliche Proteste auch in Italien. Derweil sieht der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jochen Kopelke, die deutsche Polizei gegen gewaltsame Proteste besser gerüstet als die französische. „Ich glaube, dass die Qualität und Professionalität der deutschen Polizei eine andere ist“, sagte Kopelke den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. Die „Leitplanken“ in Deutschland seien moderner und viel stärker auf Kommunikation ausgelegt. „Wir setzen auf andere Taktiken, haben eine andere Ausrüstung.“
daw, dpa






