Zumindest ihren Marx haben sie verstanden: „Geschichte ereignet sich immer zweimal – das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce“, wusste der deutsche Philosoph und Lieblingsdenker der Linken. Offenbar will das Trio aus Linkspartei, SPD und Grünen in Berlin das Bonmot von Karl Marx nun bestätigen. In den Sondierungen haben sich die drei Parteien geeinigt, große Wohnungsbaukonzerne gegen Entschädigung zu enteignen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Ausgerechnet in Berlin, wo die Idee des Sozialismus mit einstürzenden Altbauten und scheußlichen Neubauten so krachend gescheitert ist und 1989 eine graue Tristesse hinterließ, wagt man sich an eine Neuauflage des Sozialismus. Aus der richtigen Problemanalyse, dass Wohnen zu teuer ist, leiten sie falsch ab, der Staat könne es besser.
Offenbar glauben Linke, Grüne und Sozialdemokraten, ein wenig mehr DDR schaffe mehr Wohnraum. Sie möchten eine Obergrenze für Privateigentum erlassen und eine Entschädigung nach Gutdünken zahlen. Sie denken, Artikel 15 des Grundgesetzes ist der Königsweg zurück in die Zukunft, dabei halten Verfassungsrechtler ihn für „verfassungsrechtliches Totholz“.
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Und was wird eigentlich aus der SPD, die hinter ihr Godesberger Programm von 1959 zurückfällt? Darin liegt die bundespolitische Tragödie der Berliner Farce.






