Erstmals hat ein britischer Regierungschef eine russische Einflussnahme auf das Brexit-Referendum vor zehn Jahren eingeräumt. Premierminister Andy Burnham sagte laut Vorabauszügen des Podcasts „The Rest Is Politics“, er habe in der Regierungszentrale Downing Street nachgefragt. Die Antwort sei eindeutig gewesen: „Ja, das gab es.“ Wie die Einmischung konkret aussah, ließ Burnham offen. Über mögliche russische Versuche der Einflussnahme war seit Jahren spekuliert worden.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Bei seinem Besuch in Berlin vergangene Woche habe er mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch über das Thema gesprochen, so der Labour-Politiker weiter. Auch in Deutschland gebe es sicherlich russische Desinformation, mit der Einfluss auf die Politik genommen werde, fügte er hinzu.
Andy Burnham becomes first PM to confirm Russian interference in Brexit referendum @campbellclaret and @RoryStewartUK's exclusive interview with @andyburnham on tomorrow's episode of Leading is out in full at midnight. pic.twitter.com/xYk6NcPJab
— The Rest Is Politics (@RestIsPolitics) 11. Oktober 2026
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Russlands Einfluss: Burnham warnt Deutschland und Frankreich
„Es ist jetzt wichtig, diese Dinge klar und deutlich festzuhalten. Ich glaube, dass dies den Wählerinnen und Wählern in Deutschland und Frankreich dabei hilft zu verstehen, dass einige dieser politischen Entwicklungen von unseren Gegnern, insbesondere Russland, gezielt angestoßen werden“, so Burnham weiter.
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Die Briten stimmten bei dem Referendum vor zehn Jahren mit einer knappen Mehrheit für den EU-Austritt. Es folgte eine lange Phase des politischen Chaos. Der Austritt wurde schließlich Anfang 2020 vollzogen. Burnham bezeichnete den Brexit kürzlich als „katastrophalen Fehler“ und schloss selbst einen Wiedereintritt nicht aus.
pau/dpa









