1000 Raketen will das US-Rüstungsunternehmen Covenant ab 2027 in Deutschland produzieren. Ab 2028 sollen es 5000 Stück pro Jahr sein. Dieses Ziel betonte Covenant-Firmenchef Michael Kaufman bei der Eröffnung des Produktionsstandorts in Leipzig am Montag.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Leipzig werde der weltweit größte Standort von Covenant sein, sagte Kaufman. Von dort aus sollen europäische Kunden beliefert werden. In Zukunft sollen mehrere Hundert Menschen in der Produktion arbeiten. Herstellen sollen sie den Lenkflugkörper „Anthem“.
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Anthem kann einen 200 Kilogramm schweren Gefechtskopf tragen und hat laut dem Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Johannes Steiniger eine Reichweite von weit über 1.000 Kilometern. Der Marschflugkörper wird als Waffe für Präzisionsschläge tief im gegnerischen Gebiet („deep strike“) bezeichnet. „Der beste Marschflugkörper ist der, der niemals fliegen muss, aber fliegen kann“, sagte Steiger bei der Eröffnung. Covenant investiere rund 250 Millionen Euro. Eine US-Firma helfe, die Basis für Europas Verteidigung zu bauen – das sei ein starkes politisches Zeichen.
Covenant liefert Raketen von der Stange
In Leipzig werden die Flugkörper montiert. Die Bestückung mit Sprengstoff erfolgt nach Unternehmensangaben erst vor Ort bei den Kunden. Mit der angestrebten Jahresproduktion von 5.000 Stück würden Armeen in Europa in die Lage versetzt, signifikante Bestände aufzubauen, sagte der Staatssekretär.

Das Unternehmen will das Waffensystem deutlich günstiger anbieten als bislang auf dem Markt verfügbare Systeme. Covenant erklärt dazu, Anthem werde einen sechsstelligen Betrag kosten, also weniger als eine Million, während andere Waffensysteme dieser Art üblicherweise mehrere Millionen US-Dollar pro Stück kosten.
Sachsens Ministerpräsident begrüßt Ansiedlung von Rüstungsfirma
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) begrüßte die Ansiedlung des US-Unternehmens. „Wir sind in einer Zeit, in der wir uns sicher aufstellen müssen. Freiheit, Demokratie, Wohlstand geht nicht ohne Sicherheit. Und die beste Sicherheit ist immer noch die Abschreckung. Deswegen ist es gut, dass wir in diesem Bereich auch aktiv sind“, sagte der CDU-Politiker.
In die Schlagzeilen war Covenant allerdings auch wegen eines umstrittenen Investors gelangt. Unter den Geldgebern des Rüstungsunternehmens ist auch der Founders Found, bei dem Peter Thiel zu den Mitgründern zählt. Er ist bekannt für seine libertären und rechtskonservativen Positionen, seine Nähe zu US-Präsident Donald Trump und seine Kritik an liberalen Demokratien.
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Auf den Geldgeber angesprochen sagte Covenant-Chef Kaufman gegenüber dem „Spiegel“: „Keiner unserer Investoren ist grundsätzlich in die Entscheidungen der Firma eingebunden.“ Covenant sei auch nicht die Firma einer bestimmten Partei. Man wolle den USA und Europa souveräne Verteidigungslösungen anbieten, die Investoren verstünden das.
lro/dpa






