Der Vizechef der Hessen-SPD, Kaweh Mansoori, empfiehlt seiner Partei den Kurs der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, als Vorbild. „Manuela Schwesig hat alle Möglichkeiten, die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern zu gewinnen“, sagte Mansoori unserer Redaktion. Dies sei möglich, weil Schwesig sich auf Alltagsthemen konzentriere und soziale Gerechtigkeit mit wirtschaftlicher Stärke verbinde. „Offenbar kann man dafür großen Zuspruch bekommen. Das ist inhaltlich gesehen ein großes Vorbild für uns alle.“

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Es ließe sich eine große Zustimmung erreichen mit einer Politik, „die ehrlich ist und die tatsächlichen Sorgen der Menschen und ihre Alltagsprobleme in den Blick nimmt“, fügte Mansoori hinzu. „Sind meine Kinder versorgt? Kann ich meine Wohnung bezahlen? Ist mein Job sicher? Ist meine Rente fair und gerecht?“ Die SPD müsse sich wieder stärker darauf besinnen, „das Aufstiegsversprechen nicht nur zu beschreiben, sondern es zu leben und einzulösen“, sagte der hessische Wirtschaftsminister.

SPD-Chefs Bas und Klingbeil in der Kritik

Die SPD diskutiert einerseits über ihren inhaltlichen Kurs, die Debatten zielen aber auch auf die Rolle der beiden Vorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil. Schwesig äußerte sich zuletzt immer wieder kritisch zu Entscheidungen der Bundesregierung. In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September gewählt.

„Mir geht es nicht darum, Personaldiskussionen in die eine oder andere Richtung zu führen, sondern darum, dass alle in der SPD ihren Beitrag dazu leisten, dass es in dieser Gesellschaft fair zugeht, dass Kinder bessere Chancen im Bildungssystem haben und dass sozialer Ausgleich und wirtschaftliche Stärke miteinander verbunden werden“, betonte Mansoori. „Und wenn das jeder von uns macht, dann gewinnt die SPD auch wieder Wahlen.“