Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder (CDU), hat den Umgang des Bundeskanzlers Friedrich Merz mit seinem Bruder, Ex-Verkehrsminister Patrick Schnieder, kritisiert. Das berichtet die „Allgemeine Zeitung“, die sich auf Aussagen der Landespressekonferenz Rheinland-Pfalz am 19. August bezieht. Das sei kein Umgang gewesen, „den ich in der CDU gewohnt bin und den ich auch nicht will“, sagte Schnieder.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Die rheinland-pfälzische CDU-Landtagsfraktion hatte im Juli nach der Entlassung ein Treffen mit Merz abgesagt. Das „Mindestmaß an gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung“, das Voraussetzung für ein solches Treffen sei, wäre nicht gegeben, schrieb Fraktionschef Christoph Gensch an den Kanzler. Zum Inhalt des Briefes wollte sich der Ministerpräsident bei der Pressekonferenz laut der „Allgemeinen Zeitung“ nicht äußern. Das Schreiben sei nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen, die Fraktion habe damit „alles gesagt“. Er habe weder dazu geraten noch davon abgeraten.

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Einen endgültigen Bruch zwischen Landes- und Bundesspitze schloss Schnieder aus: „Es wird nie einen endgültigen Bruch geben, wir sind ja keine Amateure.“ Seit dem Brief habe er wieder mit Merz telefoniert. Wie das erste persönliche Treffen nach dem Urlaub des Kanzlers verlaufen werde, könne er nur mutmaßen: „Ich glaube nicht, dass wir uns beim ersten Treffen in die Arme fallen werden.“

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Auf die Frage, ob Merz noch der Richtige für das Kanzleramt sei, antwortete Schnieder der „Allgemeinen Zeitung“ zufolge knapp: „Er ist der Bundeskanzler und er bleibt der Bundeskanzler.“