Nach anhaltenden Spekulationen über einen möglichen Wechsel an die SPD-Parteispitze hat Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, nun deutlich gemacht, wo sie ihre Zukunft sieht. „Auch ich habe mich klar für Mecklenburg-Vorpommern entschieden“, zitiert sie „Spiegel Online“ bei einem Bürgerdialog am Montagabend in der Kleinstadt Lübtheen. Sie wolle die nächsten fünf Jahre Ministerpräsidentin bleiben, betonte Schwesig demnach.

Montag, Mittwoch, Freitag

Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Zuvor hatte es Kritik an Schwesig gegeben, weil sie sich nicht entschieden positioniert hatte. Die Spitzenkandidatin der Grünen für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, Claudia Müller, forderte Schwesig auf, Spekulationen über eine mögliche Kandidatur für den SPD-Bundesvorsitz entgegenzutreten.

Auch interessant

Unter Verweis auf einen Wahlkampfslogan der SPD für die Landtagswahl am 20. September hatte Müller gesagt: „Ich erwarte von jemandem, der plakatiert „Entscheidung für MV“, auch klar zu kommunizieren, ob die Entscheidung für MV auch persönlich gemeint ist.“ Regierungschefin in Mecklenburg-Vorpommern sei kein Halbtagsjob. Sie wünsche sich daher „ein klares Bekenntnis der jetzigen und – ich gehe davon aus – auch künftigen Ministerpräsidentin für das Bundesland“, so Müller.

SPD fordert Rückkehr zu sachlicher Diskussion 

 „Diese Aufforderung ist absurd“, konterte der Generalsekretär der SPD in Mecklenburg-Vorpommern, Julian Barlen. Schließlich habe Schwesig schon mehrfach unmissverständlich erklärt, dass sie nicht für den Parteivorsitz kandidiere, sondern sich auf das Amt der Ministerpräsidentin konzentriere und ihre Arbeit in den nächsten fünf Jahren fortsetzen wolle. „Ich appelliere an die Grünen, zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren“, fügt er hinzu.

Auch interessant

Als mögliche Nachfolger für die aktuellen SPD-Bundesvorsitzenden, Finanzminister Lars Klingbeil und Arbeitsministerin Bärbel Bas, werden auch der frühere Arbeitsminister Hubertus Heil und der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, gehandelt. Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte Schwesig erklärt, sie stehe für das Amt nicht zur Verfügung. Mit Blick auf die nächste Landtagswahl sagte sie damals: „Ich will mein Land vor der AfD retten.“

dpa/rk