Es brennt gleich mehrfach in Deutschland. Doch damit sind nicht nur die Waldbrände an der Grenze zu Belgien gemeint, sondern auch der schwelende Brand, den ein Vorstoß der SPD-Fraktion ausgelöst hat. Laut einem „Aktionsplan“, den Kabinettsmitglieder der SPD ausgearbeitet haben, sollen „Klimaanpassung und Naturschutz“ im Grundgesetz verankert werden. Ein Ansatz, dem die Union Berichten zufolge mit gemischten Gefühlen gegenübersteht.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Dabei sollte ein ordentlich ausgearbeiteter Klimaschutzplan in Zeiten von Waldbränden, Niedrigwasser und einem Hitzerekord nach dem anderen eigentlich selbstverständlich sein. Dennoch stellen sich jetzt mehrere Fragen: Warum kommen seriöse Vorstöße zum Klimaschutz erst, wenn es hierzulande tatsächlich schon brennt? Menschen ihre Häuser verlassen müssen, um sich vor lodernden Feuern zu retten? Alte und kranke Menschen in Krankenhäusern an der Hitze sterben, wie Zahlen des RKI erst kürzlich wieder eindrücklich belegten?

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Wie so oft im heutigen Deutschland scheint die Politik erst ernsthaft handeln zu wollen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Um die nötigen Voraussetzungen für vernünftigen Klimaschutz zu schaffen, braucht es jedoch nicht nur die Grundgesetzänderung, sondern auch eine gesicherte Finanzierung, um sich daraus ergebende Projekte zu bezahlen. Bis all diese Voraussetzungen geschaffen sind und sich die Parteien einig sind, dürften Jahre vergehen. Ein Trauerspiel.

Ferdinand Heimbach / Funke Mediengruppe
Ferdinand Heimbach ist Redakteur im Ressort Leben der FUNKE Zentralredaktion.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Mittlerweile geht es aber nicht mehr darum, wer welcher Partei angehört, sondern darum, die Menschen in diesem Land bestmöglich zu schützen. Eine Verankerung des Klima- oder auch Hitzeschutzes gehört unbedingt ins Grundgesetz. Das hätte schon vor Jahren erledigt werden können.