Die zukunftweisenden Wahlen rücken immer näher: In drei Wochen (6. September) wird in Sachsen-Anhalt gewählt, zwei Wochen später erfolgen die Urnengänge in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. In allen drei Ländern setzt die AfD in aktuellen Umfragen die Regierungsparteien unter Druck. Ein Trend, der sich auch auf Bundesebene weiter verfestigt – und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Kopfschmerzen bereiten dürfte.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Eine neue Umfrage des Instituts Insa im Auftrag der „Bild“-Zeitung zeigt: Die Unionsparteien CDU/CSU kommen bei den Befragten so schlecht weg wie seit Jahren nicht mehr. Im Sonntagstrend fällt die Union auf 20 Prozent. Ein Wert, der zuletzt im Oktober 2021 erreicht wurde. Die AfD hingegen erreicht in der Sonntagsfrage 28 Prozent. Die aktuellen Umfragewerte im Überblick:
- CDU/CSU: 20 Prozent (-1)
- SPD: 12 Prozent (0)
- AfD: 28 Prozent (+1)
- Grüne: 13 Prozent (0)
- Linke: 12 Prozent (+1)
- FDP: 5 Prozent (0)
- BSW: 3 Prozent (0)
In Klammern Veränderung ggü. der letzten Insa-Umfrage. Befragt wurden 1203 Menschen im Zeitraum zwischen dem 10. und dem 14. August. Die Fehlertoleranz liegt bei +/- 3,1 Prozentpunkten. Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.
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Umfrage aktuell: Regierungsbildung wäre schwierig
Die Sonntagsfrage zeigt: Eine Regierungsbildung wäre unter diesen Vorzeichen extrem schwierig. Die aktuellen Regierungsparteien CDU und SPD kämen gemeinsam auf nur noch 32 Prozent. Selbst unter Einbindung der Grünen käme keine parlamentarische Mehrheit zustande.
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Einmal mehr wird auch die Arbeit von Kanzler Merz als schlecht eingeschätzt: 78 Prozent sind mit Merz unzufrieden, drei Prozentpunkte mehr als in der vorangegangenen Umfrage. Auch die Mehrheit der Unions-Wähler (54 Prozent) ist von der Kanzler-Performance enttäuscht.
Insa-Chef Hermann Binkert sagte der Zeitung über die schlechten Umfragewerte für Union und Kanzler: „So gering war die Unterstützung und so hoch war die Ablehnung noch nie. Dieser Trend lässt sich wahrscheinlich nicht mehr drehen, weil selbst die verbliebenen Wähler der Regierungsparteien mehrheitlich nicht mehr hinter der Bundesregierung stehen.“
bee





![Friedrich Merz (CDU) und Bärbel Bas (SPD) im Juni im Bundeskanzleramt. Pressekonferenz [press conference] nach der ?bergabe des Berichts der Altersicherungskommission zur Rentenreform in Berlin](https://img.sparknews.funkemedien.de/413277497/413277497_1790592399_v16_9_1200.jpeg)




