Mit seiner Schattenflotte umgeht Russland europäische Sanktionen. Schätzungen zufolge verdient der Kreml mit ihr sieben bis zehn Milliarden US-Dollar pro Monat. Geld, das den Angriffskrieg gegen die Ukraine finanziert. Grund genug für die europäischen Verbündeten, die Schiffe festzusetzen, wann immer das gelingt. Etliche, teils marode, Tanker sind unter anderem in der Ostsee unterwegs, transportieren Öl oder Nahrung. Bis sie in die Fänge der Europäer geraten. Die wollen, die Fracht der Schiffe künftig beschlagnahmen und verkaufen.
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Wladimir Putin hat darauf nun erbost reagiert. Der Kremlherrscher drohte mit Vergeltung für besagtes Vorhaben. „Wir werden gezwungen sein, in gleicher Weise zu reagieren“, sagte der Kreml-Chef am Mittwoch bei der Beaufsichtigung eines Marinemanövers im Fernen Osten Russlands. Moskau werde „überall dort handeln, wo wir es selbst für notwendig und angemessen halten – überall“, fügte er hinzu.
EU verschärfte Sanktionen gegen Russland
Seit Beginn des Angriffskriegs haben europäische Staaten wiederholt Schiffe abgefangen, die etwa russisches Öl transportierten – und damit gegen westliche Sanktionen verstießen. Bereits im Juli verabschiedeten die EU-Mitgliedsstaaten ein neues Sanktionspaket, das ihnen erlaubt, das Öl oder sonstige von den Schiffen beschlagnahmte Ladungen zu verkaufen. Den Anfang wird nun vermutlich Schweden machen. Das Land will ein Anfang März beschlagnahmtes russisches Schiff an die Ukraine übergeben. Das Schiff steht in Verdacht, Getreide aus den besetzten Gebieten der Ukraine transportiert zu haben. Moskau reagierte mit Empörung auf das Vorgehen der EU. Putin sprach gar von „Piraterie und Banditentum“.
Aktuelle News zum Ukraine-Krieg
Russlands Präsident äußerte sich nun erneut an Bord des russischen Kreuzers „Warjag“ vor der Insel Sachalin, wo die russische Marine Manöver abhielt. Sie finden eine Woche vor Militärübungen der USA und Südkoreas statt, die eine mögliche Invasion durch Nordkorea simulieren sollen. Die Spannungen in der Region sind groß: Kiew und Seoul werfen Moskau und Pjöngjang vor, ihre militärische Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.
lro/AFP






