Verfolgungsjagd im Hohen Norden: Schiffe der Nato Standing Maritime Group 1, der auch deutsche Kriegsschiffe angehören, haben bei Patrouillenfahrten die Aktivitäten zweier russischer Einheiten beobachtet.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Wie das Nato Maritime Command bereits am Donnerstag mitteilte, verfolge die kanadische Fregatte „HMCS St. John’s“ zeitweise einen Zerstörer der Udaloy-Klasse, die „Severomorsk“.

Das Schiff gehört zur russischen Nordmeerflotte und war zuletzt vor der deutschen Insel Fehmarn gesichtet worden. Dort hatte die Bundeswehr mit dem Aufklärungsschiff „Oste“ auf den russischen Zerstörer reagiert.

Der war zur gleichen Zeit in der Region, wie vier Tanker der Schattenflotte; die Flotte dient Russland dazu, Öl an Exportsanktionen vorbei ins Ausland zu verkaufen und damit seinen Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren. Marineexperten sahen im Auftauchen der „Severomorsk“ ein Signal an die europäischen Anrainer der Ostsee, die Schiffe in Ruhe zu lassen.

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Nato verfolgt russisches Spionageschiff

Bei dem anderen russischen Schiff handelt es sich Nato-Angaben zufolge um ein nicht weniger berüchtigtes: das Forschungsschiff „Yantar“. Ein Hubschrauber der Kanadier habe die norwegische Küstenwache dabei unterstützt, die „Yantar“ zu beobachten, heißt es vom Maritime Command.

Bei der „Yantar“ handelt es sich um ein Spionageschiff Russlands. Es dient offiziell zur Unterseekartografierung, soll aber laut dem britischen Verteidigungsministerium darauf ausgelegt sein, Unterseekabel und andere maritime Infrastruktur aufzuspüren – und letztlich auch zu sabotieren.

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„Yantar“ war in gefährlichen Zwischenfall verwickelt

Von sich Reden machte die „Yantar“ zuletzt Mitte November. Das Schiff drang offenbar in britische Hoheitsgewässer ein und richtete dort Laserstrahlen auf Piloten der Royal Airforce, wohl, um diese zu blenden.

Der Zwischenfall hatte eine scharfe Reaktion Londons zur Folge. Großbritannien halte „militärische Optionen“ bereit, sollte die „Yantar“ zu einer Bedrohung werden, hatte Verteidigungsminister John Healey die Russen gewarnt.

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„Meine Botschaft an Russland und Putin lautet: Wir sehen euch. Wir wissen, was ihr tut“, gab Healey zu verstehen. Es sei das zweite Mal gewesen, dass das Spionageschiff in britische Gewässer eingedrungen sei. Healey zufolge teste die „Yantar“ britische Verteidigungsanlagen, habe im Januar aus dem Mittelmeer kommend den Ärmelkanal durchquert.