Sie ist zu Hause: Die „USS Gerald R. Ford“ lief am Samstag in ihren Heimathafen, der Norfolk Naval Station in Virginia, ein. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte sich auf den Weg nach Norfolk gemacht. Er nahm den modernsten Flugzeugträger der US-Navy in Empfang. Hegseth überreichte der Crew eine Auszeichnung des US-Präsidenten, für „herausragende Leistungen im Kampf gegen feindliche Kräfte“. „Willkommen zu Hause“, schrieb Hegseth später bei X. „Ihr habt Geschichte geschrieben.“

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Die „Ford“ hat einen mehr als 300 Tage dauernden Einsatz hinter sich. Seit sie vor annähernd einem Jahr in See stach, nahm sie an einer Nato-Übung teil, beteiligte sich an der Entführung des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro und brach schließlich in Richtung östliches Mittelmeer auf. Von dort nahm sie an den ersten Luftschlägen im Krieg gegen den Iran und das islamistische Regime Teheran teil.
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„Das fühlt sich unreal an“, sagte eine Angehörige eines Seemannes der US-Militärzeitung „Stars and Stripes“. Während ihr Verlobter mit der „Ford“ auf See war, hat sie die gemeinsame Tochter zur Welt gebracht. Sie sagte, sie hätte nicht mehr damit gerechnet, dass das Schiff wieder in die USA zurückkehren kann. „Ich dachte, der Einsatz wird noch mal verlängert.“ Jetzt aber ist es soweit.
USS Gerald R. Ford: Langer Einsatz geht zu Ende
Der Rekordeinsatz verlief nicht ohne Pannen. Die Crew musste ein Feuer in einer Bordwäscherei löschen und hatte mit verstopften High-Tech-Toiletten zu kämpfen. Zwei Menschen wurden bei dem Brand verletzt. US-Medien berichteten von langen Schlangen vor den funktionierenden Klos.
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Anfang Mai durfte der Flugzeugträger dann die Heimreise antreten. Am 6. Mai passierte die „Ford“ die Straße von Gibraltar. Laut dem US Naval Institute ist der Einsatz der längste eines Flugzeugträgers seit Ende des Kalten Krieges. Seit dem Vietnamkrieg war kein Träger mehr so lange auf See, wie zuletzt die „Ford“.
As U.S. Secretary of War Pete Hegseth arrives in Norfolk, Virginia, the USS Gerald R. Ford has arrived back home after a 300+ day deployment. The Ford and accompanying vessels took part in combat operations in two combatant commands (COCOM) in that time, SOUTHCOM and CENTCOM.… pic.twitter.com/asQlXkwnoH
— OSINTdefender (@sentdefender) 16. Mai 2026
Für die Familien und Freunde der rund 4500 Menschen an Bord endet ein nervenaufreibendes Jahr. Ein Vater einer Flugzeugmechanikerin auf der „Ford“ sagte zu CNN: „Jetzt kann ich mich entspannen, durchatmen und endlich wieder einen normalen Schlafrhythmus finden.“ Er wolle seine Tochter zum Essen ausführen, sich ihre Geschichten von dem Einsatz anhören und wieder ein Vater für sie sein.
Das Schiff wird nun für rund 12 bis 14 Monate gewartet – so lange muss die Navy ohne die „USS Gerald R. Ford“ auskommen. Im Fokus dürfte dabei vor allem das Abwassersystem des Trägers stehen.

Noch zwei Flugzeugträger in der Golfregion
Nach US-Angaben vom vergangenen Freitag sind mit der „USS Abraham Lincoln“ und der „USS George Bush“ noch zwei US-Flugzeugträger in der Golfregion sowie etwa 20 weitere Schiffe der US-Marine.
Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Anfang April trat eine Waffenruhe in Kraft, seitdem kommen die Bemühungen zur Beendigung des Konflikts aber kaum voran.
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Am 11. April fand in Pakistan eine Verhandlungsrunde statt, die jedoch ergebnislos blieb. Die strategisch und wirtschaftlich immens wichtige Straße von Hormus wird weiterhin weitgehend vom iranischen Militär blockiert, während die USA ihre Blockade iranischer Häfen fortsetzen.








