Die USS „Gerald R. Ford“ gilt mit einer Länge von 333 Metern als das größte Kriegsschiff der Welt und ist der Stolz der US-Marine. Zuletzt machte das nach dem früheren US-Präsidenten Gerald Ford (Amtszeit von 1974-1977) benannte Schiff aber vor allem durch Mega-Pannen Schlagzeilen. Am 12. März war im Wäschereibereich des Schiffs ein Feuer ausgebrochen, das nach einem Bericht der „New York Times“ 30 Stunden gewütet haben soll. Rund 600 Seeleute und Crewmitglieder verloren wegen des Brandes ihre Schlafplätze.

Montag, Mittwoch, Freitag
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Damit nicht genug: Der schwimmende Koloss hat seit Jahren ein Fäkal-Problem, immer wieder fielen die Toiletten aus, was bei der Besatzung verständlicherweise für mächtig Frust sorgte.
Jetzt soll der US-Flugzeugträger laut „Washington Post“ in die Heimat zurückkehren. Wie die Zeitung am Mittwoch berichtete, seien dringende Reparaturen und Wartungen des Schiffs nötig.
News aus den USA
Flugzeugträger an Operationen in Venezuela und Iran beteiligt
Die USS „Gerald R. Ford“ hat den Rekord für den längsten Einsatz seit dem Vietnamkrieg geknackt – 309 Tage im Einsatz am Stück. Der bisherige Rekord lag bei 294 Tagen und stammt von der USS „Abraham Lincoln“ aus dem Jahr 2020.
Auch interessant
Der von einem Atomreaktor angetriebene Flugzeugträger verließ letzten Juni seinen Heimathafen Norfolk im Bundesstaat Virginia. Zunächst lag er im Mittelmeer. Im Zuge des zunehmenden Drucks der US-Regierung auf Venezuela hatte Präsident Donald Trump das Schiff mit 4600 Besatzungsmitgliedern kurz darauf in die Karibik entsandt. Einige auf dem Träger stationierte Flugzeuge waren an dem US-Militäreinsatz in Venezuela Anfang Januar beteiligt, bei dem der venezolanische Präsident Nicolás Maduro gefangen genommen worden war. Ab dem 28. Februar beteiligte sich die „USS Gerald R. Ford“ an den Luftangriffen auf den Iran im Rahmen der Operation „Epic Fury“.

USS Gerald R. Ford: Rekord-Einsatz belastet Besatzung psychisch
Der demokratische Senator Tim Kaine klagte zuletzt, der Rekordeinsatz habe „erhebliche Auswirkungen“ auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Besatzung. Die Soldaten sollten bei ihren Familien sein und nicht „von einem Präsidenten um die Welt geschickt werden, der sich verhält, als sei das US-Militär seine Palastwache“, sagte Kaine weiter. Die beiden ranghöchsten Marineoffiziere ließen öffentlich durchblicken, dass sie mit rund elf Monaten Einsatz rechneten.
tok/pau









