Wer in den vergangenen Monaten nur auf die Schlagzeilen geblickt hat, der konnte das mit dem Klima fast vergessen: Krieg zwischen den USA und dem Iran, eine nicht enden wollende Krise der Wirtschaft in Deutschland und eine Bundesregierung, die ein Jahr nach Amtsantritt noch immer nicht recht Tritt gefasst hat. Aber im Hintergrund gibt es immer noch und immer dringlicher eben auch: die Klimakrise.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Neue Zahlen des DIW zeigen, dass die Menschen das keineswegs vergessen haben. Im Gegenteil, vor allem Jüngere leben mit der Sorge vor dem, was an Folgen auf uns alle zukommt.
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Die Zahlen zeigen aber auch: Die Sorgen um die Umwelt waren schon einmal größer. Debatten um sauren Regen, das Ozonloch, die Angst vor Strahlenschäden nach Tschernobyl dominierten in den 1980er-Jahren und lösten Ängste aus, die noch deutlich größer waren als heute.
Klimaschutz gelingt, wenn Sorgen in erfolgreiches Handeln münden
Daraus kann man lernen. Denn die Debatte blieb damals nicht bei den Ängsten stehen. Aus den berechtigten Sorgen dieser Zeit wurde politisches Handeln. Und zwar erfolgreiches: Sauren Regen gibt es hierzulande nicht mehr, das Ozonloch schließt sich langsam.

Das kann auch beim Thema Klimaschutz gelingen. Aus dem bitteren Streit um das Heizungsgesetz haben viele, die Politik machen, den Schluss gezogen, dass man Menschen mit Klimaschutzmaßnahmen nicht überfordern darf. Doch das darf in der Folge nicht bedeuten, dass man gar keinen effektiven Klimaschutz macht.
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Denn auch die Leute mit dem Wissen um das, was kommt, alleinzulassen, ist eine Überforderung. Besser wäre es zu lernen aus der Vergangenheit: Die Bedrohung ist real – und man kann etwas dagegen tun.






