Unerwarteter Streit zwischen dem Vatikan und der US-Regierung: Das Pentagon hat einen Medienbericht zurückgewiesen, nach dem es bei einem Treffen zu einer „bitteren Standpauke“ gegen den Vatikan-Gesandten gekommen sein soll. Das Nachrichtenportal „The Free Press“ hatte berichtet, der Kardinal sei nach der Papst-Kritik an der amerikanischen Militärpolitik im Januar scharf angegangen worden. Das Verteidigungsministerium betont dagegen auf X, das Gespräch sei „respektvoll und vernünftig“ verlaufen.
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Bei dem Treffen zwischen dem US-Staatssekretär für Verteidigungspolitik, Elbridge Colby, und dem Vatikan-Gesandten Kardinal Christophe Pierre sei eine Reihe von Themen angesprochen worden, erklärte das Pentagon, „darunter Fragen der Moral in der Außenpolitik, die Logik der nationalen Sicherheitsstrategie der USA, Europa, Afrika, Lateinamerika und andere Themen“.

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Der US-Botschafter beim Vatikan, Brian Burch, wies die Medienberichte über das Treffen ebenfalls zurück. Er habe am Mittwoch mit Pierre über das Treffen im Januar gesprochen. Die Berichte darüber „geben nicht wieder, was geschehen ist“, erklärte Burch. „Der Kardinal wies die Darstellung seines Treffens mit Colby in den Medien mit Nachdruck zurück“, erklärte er weiter. „Er beschrieb das Treffen als ‚ehrlich, aber sehr herzlich‘ und als eine ‚normale Begegnung‘.“

Auch der Vatikansprecher Matteo Bruni teilte am Freitagmittag mit: „Das Narrativ einiger Medienorgane über die Begegnung entspricht definitiv nicht der Wahrheit.“ Das Treffen sei vielmehr, wie von Kardinal Pierre selbst bestätigt, Teil der regulären Mission des Päpstlichen Vertreters gewesen. Weiter erklärte Bruni: „Es war Gelegenheit für einen Meinungsaustausch über Fragen von wechselseitigem Interesse.“ Zuvor hatte auch die Botschaft der USA beim Heiligen Stuhl entsprechende Berichte dementiert.
News aus den USA
Papst kritisiert Gewalt-Diplomatie und ruft zum Frieden auf
Dem Bericht von The Free Press zufolge hatte Colby dem Kardinal eine „bittere Standpauke“ gehalten. Demnach sagte Colby Pierre, die USA hätten „die militärische Macht, zu tun, was immer sie wollen“ und die Kirche „täte gut daran, sich auf ihre Seite zu stellen“.
In einer Rede im Januar hatte Papst Leo XIV., der aus den USA stammt, „auf Gewalt gegründete Diplomatie“ verurteilt. In der Ostermesse rief der Pontifex diejenigen, die „die Macht haben, Kriege zu beginnen“ auf, sich „für den Frieden“ zu entscheiden.
pau/afp/kna









