Auf Kuba verschärft sich die Energiekrise dramatisch. Diesel und Benzin fehlen seit Wochen, mit unmittelbaren Folgen für Versorgung, Gesundheit und Infrastruktur. „Ohne Diesel kommen Lebensmittel nicht in die Städte, Sauerstoff nicht in die Kliniken, Wasserpumpen bleiben stehen“, sagt der Kuba-Experte Bert Hoffmann (GIGA) im Podcast „Im Krisenmodus“. Laster bleiben stehen, Stromausfälle häufen sich, der Alltag bröckelt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Der Treibstoffmangel ist mehr als ein technisches Problem. Er wird zum politischen Hebel. Nach dem Versiegen der Öllieferungen aus Venezuela – jahrzehntelang wichtigster Partner Havannas – und erhöhtem wirtschaftlichem Druck aus Washington trifft die Knappheit vor allem die Bevölkerung, setzt aber zugleich die Führung unter Zugzwang. Politikwissenschaftlerin Claudia Zilla (Stiftung Wissenschaft und Politik) spricht mit Blick auf Caracas von einer „ökonomischen Transformation ohne politische Transition“: Öffnung für ausländisches Kapital, alter Machtkern im Amt. Für Kuba bedeutet das: weniger Öl, höhere Importkosten, wachsende Verwundbarkeit.

Anders als Venezuela verfügt Kuba kaum über eigene Vorkommen, ist als Insel stärker abgeschnitten und leidet zusätzlich unter einem eingebrochenen Tourismus. Beobachter beschreiben die Parteiführung als geschlossen – schnelle Brüche unwahrscheinlich, diskrete Verhandlungen denkbar. Militärische Schritte der USA halten die befragten Expert:innen kurzfristig für wenig wahrscheinlich; ökonomischer Druck bleibt das dominante Instrument.
Während in Havanna um Lösungen gerungen wird, improvisieren die Menschen weiter: private Mini-Importe, lange Schlangen, Ausfälle, die sich durch den Alltag fressen. Wie lange ein Land ohne Treibstoff durchhalten kann – und zu welchem Preis politische Kompromisse erkauft werden – bleibt vorerst eine offene Frage.
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Auch die Lage in Venezuela ist weiterhin angespannt
Nicht nur Kuba steckt derzeit in einer tiefen Krise – auch in Venezuela bleibt die Lage angespannt. Ein weiterer Konflikt, in dem die USA eine aktive Rolle spielen. „Ich denke, Venezuela braucht eine Demokratisierung, die den Hauptimpuls aus Venezuela selbst schöpft.“ Mit diesen Worten bringt Politikwissenschaftlerin Claudia Zilla im Podcast Im Krisenmodus das zentrale Dilemma auf den Punkt. Sie warnt: Eine Einmischung von außen – und erst recht eine militärische – würde kaum stabile demokratische Strukturen hervorbringen, sondern vielmehr neue Konflikte befeuern.
Was das politisch bedeutet, wie sich der Alltag der Menschen konkret verändert hat und warum die Einschätzungen zur Lage im Land so weit auseinandergehen, schildert im Podcast auch Jörg Bütefür, der viele Jahre in Caracas gelebt hat. Seine Beobachtungen zeichnen ein nuancierteres Bild: sichtbare Verbesserungen im Alltag auf der einen, eine harte soziale Realität auf der anderen Seite.

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Im Podcast „Im Krisenmodus“ wird denjenigen eine Stimme gegeben, die den Alltag in Krisen- und Kriegsgebieten hautnah erleben. Soldaten, Helfer und Betroffene teilen ihre bewegenden Geschichten und berichten von den Herausforderungen und Tragödien, die Krieg und humanitäre Krisen täglich mit sich bringen.
Journalist Jan Jessen, bekannt für seine Reportagen aus den Brennpunkten der Welt, reist direkt an die Fronten und in Krisengebiete, um diese Geschichten einzufangen. Mit seiner journalistischen Expertise und sensiblen Herangehensweise gibt er den Menschen in Kriegs- und Konfliktregionen eine Plattform, die beachtet werden muss.
Alle zwei Wochen erscheint eine neue eindringliche Folge, die die Hörerinnen und Hörer in eine andere Krisenregion entführt. Der Podcast lässt nicht nur das Grauen, sondern auch die Widerstandskraft und den Mut der Menschen spüren, deren Leben durch Konflikte erschüttert wurde.
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