Kommando zurück bei der Bundeswehr: Nachdem die Truppe in den vergangenen Jahren versucht hat, über soziale Netzwerke für junge Menschen attraktiv zu werden, schlägt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) einen neuen Kurs ein. Wie die „Bild“-Zeitung schreibt, gilt seit Ende Februar in allen militärischen Liegenschaften sowie in Anlagen und Einrichtungen der Bundeswehr ein grundsätzliches Film- und Fotografierverbot. Auch auf Schiffen der Marine sollen Selfies und Co. jetzt untersagt sein.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Zwar könnten laut dem Bericht Soldaten bei Vorgesetzten eine Aufnahmegenehmigung beantragen, aber eigenständiges Posten sei verboten. Das Verteidigungsministerium teilte auf Anfrage mit: „Die Sichtbarkeit von Bundeswehrangehörigen ist weiterhin gewollt. Für die Präsentation ihres Arbeitsumfeldes wird jedoch ein gesicherter Rahmen geschaffen.“

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Als Grund für die „Social Media-Bremse“ nennt das Ministerium der „Bild“ zufolge Sicherheitsbedenken: Es sei bekannt, „dass Bildmaterial aus sozialen Medien systematisch zur Gewinnung von Erkenntnissen über Ausrüstung und Verfahren genutzt wird“. Mit dem Verbot wolle man „sensible Informationen sowie militärische Abläufe wirksam vor der Auswertung durch gegnerische Nachrichtendienste schützen“. Verstöße gegen die neuen Foto-Regeln würden „konsequent geprüft und können je nach Schweregrad disziplinarrechtlich oder strafrechtlich verfolgt werden“.

Noch im Jahr 2019 verfasste die Bundeswehr ihre sogenannten „Social Media Guidelines“: Das erste Mal wurden Soldatinnen und Soldaten aufgefordert, auf Instagram und TikTok und Co. „#SocialMediaDivision“ in ihre privaten Profile zu schreiben. Das erklärte Ziel: Die Bundeswehrmitarbeitenden sollten über ihre privaten Accounts mit maximaler Authentizität neue Reichweite schaffen und aus ihrem Alltag posten – die Mission hat man offenbar aufgegeben.

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