Mit rund 40 Millionen Passagieren jährlich stößt der Ben-Gurion-Airport bei Tel Aviv zunehmend an seine Belastungsgrenze. Israels Regierung reagiert und gibt grünes Licht für gleich zwei neue internationale Flughäfen. Im Süden bei Ziklag im Negev soll eine neue Luftverkehrsdrehscheibe entstehen. Ein zweiter Flughafen ist bei Ramat David im Norden geplant. Die Bauentscheidung fiel nach monatelangen Debatten.
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Flughafenausbau soll Regionen stärken und Arbeitsplätze schaffen
Mit dem Ausbau will die Regierung nicht nur Engpässen im Luftverkehr vorbeugen, sondern auch wirtschaftliche Impulse für weniger entwickelte Regionen setzen und Arbeitsplätze schaffen. Gleichzeitig gelten die geplanten Flughäfen als strategisch wichtig, etwa im Falle künftiger Krisen oder militärischer Notfälle. Das berichtet die „Jüdische Allgemeine“ unter Berufung auf israelische Offizielle.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht von einem Schlüsselprojekt der nationalen Entwicklungsstrategie. „Das ist Teil unserer Vision, den Negev zu entwickeln und die Peripherie zu stärken“, sagte er. Die staatlichen Investitionen sollen durch privates Kapital ergänzt werden, um den wachsenden Zustrom von Touristen und israelischen Reisenden abzufangen.
Aktuelle News aus dem Nahen Osten
Proteste gegen Flughafenbau: Anwohner warnen vor Umweltrisiken
Doch nicht alle sind begeistert: Der geplante Flughafen im Norden bei Ramat David ist umstritten. Lokale Proteste hatten vor der Bauentscheidung auf Umweltgefahren und die Zerstörung landwirtschaftlicher Flächen verwiesen. Sie hätten den Ausbau lieber ganz auf den Süden beschränkt gesehen, berichtet die „Jüdische Allgemeine“. Auch der Standort Ziklag war zunächst wegen seiner Nähe zu Gaza und militärischer Flugrouten umstritten, bevor Experten das Sicherheitsrisiko als vertretbar einstuften. Luftfahrtexperten warnen dennoch vor logistischen Herausforderungen und Problemen für die Flugsicherung.
pau








