Ab heute heißt es in Roms Innenstadt: Fuß vom Gas! Autofahrer dürfen im historischen Herzen der italienischen Hauptstadt sowie auf ausgewählten Hauptverkehrsadern nur noch maximal 30 km/h fahren. Die neuen Regelungen treten ab Donnerstag (15. Januar) in Kraft und betreffen vor allem das Zentrum der Metropole.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Mit dieser Maßnahme, die die bisherige Begrenzung auf rund die Hälfte der Straßen deutlich ausweitet, will die Stadtverwaltung Lärm sowie Umweltbelastungen reduzieren. Hauptziel bleibt indes die Reduzierung von Verkehrsunfällen und die Senkung der Zahl der Verkehrstoten auf Null.

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Verkehrsdezernent Eugenio Patanè sagte, verschiedene Studien hätten gezeigt, dass die Senkung der Geschwindigkeit auf 30 km/h die Gefährlichkeit und die Schwere von Unfällen verringere. „Es ist daher keine ideologische Entscheidung“, erklärte Patanè.

„So senken wir das Todesrisiko“

Außerdem habe sich in den vergangenen Jahren die Zahl der Fußgänger – wahrscheinlich auch durch den Ansturm von Touristen, die die Stadt zu Fuß erkunden – erhöht, was neue Konzepte erfordere. „Wir haben die Pflicht, den Geschwindigkeitsunterschied zwischen dem stärkeren Verkehrsteilnehmer und dem verletzlicheren zu verringern. So senken wir das Todesrisiko“, sagte Patanè.

Die Ewige Stadt steht nach einem Bericht des Portals „Roma Today“ auf Platz 17 der weltweit verkehrsreichsten Städte. Vor allem in der Hauptverkehrszeit sind die Straßen in vielen Gegenden überfüllt. Rund 76 Stunden verbrachten Römer im vergangenen Jahr durchschnittlich im Stau, hieß es laut „Roma Today“ in einer Studie.

Bologna machte den Anfang

Bologna war die erste italienische Großstadt, in der seit 2024 auf den städtischen Straßen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h gilt. Ausgenommen davon sind die Schnellstraßen in der Stadt in der Emilia-Romagna. Die Bilanz aus dem ersten Jahr mit der Regelung zeigt: Kein einziger Fußgänger starb im Jahr 2024 auf den Straßen Bolognas.

ra/dpa