Neues Jahr, neuer Büroleiter: Nach acht Monaten im Amt wechselt Friedrich Merz einen seiner engsten Mitarbeiter aus. Jacob Schrot muss gehen, künftig soll Philipp Birkenmaier das Büro des Kanzlers leiten. Birkenmaier war zuletzt Bundesgeschäftsführer der CDU. Die Entscheidung kam selbst für enge Mitarbeiter von Merz überraschend.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Das Verhältnis von Merz und Schrot galt lange Zeit als ungewöhnlich eng: Merz schätzt Schrots außenpolitische Expertise, auf Auslandsreisen hatte er seinen Büroleiter stets in seiner Nähe. Der 35-jährige Brandenburger passte auch optisch perfekt zum Kanzler: genauso groß, genauso schlaksig. Bevor Schrot sein Büroleiter wurde, war er sein Stabschef in der Unionsfraktion. Seit Langem muss Schrot jedoch mit dem Vorwurf leben, zu sehr Experte und zu wenig Manager der Macht zu sein.

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Merz dankte Schrot am Montag nicht zuletzt für seine Unterstützung beim Start der neuen Regierung, aber auch in der Zeit der Opposition und im Wahlkampf. „Die große persönliche Verbundenheit, die wir in den letzten vier Jahren entwickelt haben, weiß ich sehr zu schätzen und werde sie auch künftig pflegen.“ 

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Meine schwerste Entscheidung
 

Mit Birkenmaier kommt ein Organisationsexperte ins Kanzleramt. Der promovierte Jurist war bereits von 2007 bis 2012 im Bundeskanzleramt tätig. Später arbeitete er für die Unionsfraktion im Bundestag, ging 2019 als Unterabteilungsleiter ins Wirtschaftsministerium und war seit 2024 Bundesgeschäftsführer der CDU. Ihm eilt der Ruf voraus, drei Dinge zu können, die entscheidend für Merz‘ Erfolg als Kanzler sein werden: Birkenmaier kann nicht nur politische Prozesse organisieren, er versteht etwas von Wirtschaftspolitik – und er weiß, wie die Partei tickt.