In Venezuela hat am Samstag der lang erwartete Angriff auf das Regime von Machthaber Nicolás Maduro begonnen. Nach US-Angaben wurden er und seine Frau Cilia Flores festgenommen und außer Landes geflogen. Die Vereinigten Staaten hatten ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar auf den linksnationalistischen Machthaber ausgesetzt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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In den frühen Morgenstunden (Ortszeit) bombardierten US-Flugzeuge mehrere militärische Einrichtungen in Caracas. Am frühen Samstagmorgen stiegen Rauchwolken über der venezolanischen Hauptstadt auf. Aber auch aus anderen Städten wurden Einschläge und Angriffe gemeldet. Die linksnationalistische und autokratische Regierung sprach von einem schweren „kriegerischen Angriff“ und rief den Notstand aus. Zunächst war unklar, was genau die Vereinigten Staaten mit diesen Attacken bezwecken. Ob sie nur die militärische Kraft des Regimes schwächen oder ob sie zugleich auch Maduro stürzen wollen. Einen „Regimewechsel“ hatte die US-Administration in den vergangenen Tagen immer deutlicher als ihr Ziel in Venezuela offen formuliert.
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Trump bestätigt groß angelegten Angriff auf Venezuela
Dann bestätigte US-Präsident Donald Trump, dass die USA Venezuela angegriffen haben. Es habe sich um einen groß angelegten Angriff gegen das Land und seinen Anführer gehandelt, teilte Trump auf der Plattform Truth Social mit. Maduro sei gefangen genommen und außer Landes gebracht worden. Für 11 Uhr Ortszeit (17 Uhr MEZ) kündigte Trump eine Pressekonferenz an. Gegenüber der „New York Times“ sprach er von einer „brillanten Operation.“
Der autoritäre Machthaber regiert das südamerikanische Ölland seit 2013, und in den vergangenen Jahren hat er die Unterdrückung von Opposition und Bevölkerung verschärft. Seine politischen Gegner sind entweder im Exil oder im Gefängnis. Meinungsfreiheit wird unterdrückt. Zudem ist die wirtschaftliche Lage katastrophal. Bei den Wahlen im Juli 2024 hat Maduro ganz offenbar die Wahlen massiv gefälscht, damit er sich überhaupt an der Macht halten konnte. Bei einer demokratischen und sauberen Auszählung hätte er die Abstimmung eindeutig verloren.
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Maduro war von dem an Krebs verstorbenen Hugo Chávez als dessen Nachfolger auserkoren und gezielt aufgebaut worden. Er besaß aber weder dessen charismatische Führungsstärke noch jemals den Rückhalt in der Bevölkerung. Dieses Jahr erkannte das Nobelkomitee in Oslo der Oppositionsführerin María Corina Machado überraschend den Friedensnobelpreis zu.
Der Verteidigungsminister des südamerikanischen Landes rief zum Widerstand auf. „Sie haben uns angegriffen, aber sie werden uns nicht brechen“, sagte Vladimir Padrino in einer Videobotschaft. „Vereint bilden Soldaten und das Volk eine unzerstörbare Mauer des Widerstands.“ Alle Truppen würden zur Landesverteidigung eingesetzt.
Der US-Nachrichtensender CBS berichtete, US-Präsident Donald Trump habe Angriffe auf Militärstützpunkte in Venezuela angeordnet. Berichten zufolge wurden unter anderem der Militärflugplatz La Carlota im Zentrum von Caracas und der Stützpunkt Fuerte Tiuna angegriffen. Er ist der wichtigste Militärstützpunkt des Landes und Hauptquartier wesentlicher Teile der venezolanischen Streitkräfte; er gilt als zentrales Machtzentrum des Militärs in der Hauptstadt.
Am Samstagmorgen (Ortszeit) erklärte die venezolanische Regierung, dass auch die Bundesstaaten Miranda, Aragua und La Guaira von den Attacken getroffen wurden und die Angriffe der Eroberung venezolanischer Öl- und Bodenschätze dienten. Eine in Caracas lebende Journalistin berichtete der britischen BBC, sie habe eine gewaltige Explosion gehört, „stärker als Donner“, die ihr Haus erzittern ließ. Mehrere umliegende Stadtteile sind ohne Strom.
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Die Vereinigten Staaten haben seit Wochen eine massive Streitmacht in der Karibik zusammengezogen. Sie besteht aus einem Flugzeugträger, mehreren Kriegsschiffen und Zehntausenden von Soldaten. Seither haben sie mehrfach mutmaßliche Drogenschnellboote in der Karibik, aber auch dem Pazifik angegriffen, die Besatzungen getötet und die Landungen im Meer versenkt. Zu Weihnachten soll laut Staatschef Trump auch ein Angriff auch eine Hafenanlage in Venezuela stattgefunden haben, um eine Drogenbeladestelle zu zerstören.
Aus Lateinamerika kamen aus dem mit Venezuela verbündeten Kuba und den Nachbarstaaten umgehend heftige Kritik an den Angriffen. Beide Länder verurteilten die US-Militäraktion. Die US-Luftfahrtbehörde FAA untersagte Flüge rund um den venezolanischen Luftraum. „In Zusammenhang mit den andauernden militärischen Aktivitäten“ sei der Betrieb von kommerziellen und privaten US-Flügen in bestimmten Gebieten verboten. Konkret handelt es sich um die venezolanische Küstenstadt Maiquetía, die Karibikinsel Curaçao, um Piarco auf der Insel Trinidad sowie um San Juan auf Puerto Rico.







