Die Ukraine entwickelt erstmals eigene Flugkörper für die Startgeräte der sowjetischen Luftabwehrsysteme S-300 und S-400. Das geht aus Aussagen von Fire-Point-Chefkonstrukteur Denys Shtilerman hervor, über die die BBC berichtet. Bisher stützte sich die Ukraine bei S-300-Systemen auf sowjetische Bestände.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Fire Point mit Sitz in Kiew, ein ukrainisches Unternehmen für Verteidigungstechnologie, ist spezialisiert auf Langstrecken-Angriffsdrohnen und Marschflugkörper, die von den ukrainischen Streitkräften für Präzisionsschläge eingesetzt werden.
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Zugleich ist Kern des aktuellen Projekts, die neuen Raketen auch mit westlichen Radarsystemen zu koppeln. So ließen sich bestehende ukrainische Stellungen weiter nutzen und zugleich modernere Sensorik einbinden.
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Fire Point treibt seine eigene Familie ballistischer Raketen voran
Eine vollständige Integration steht aber noch aus. Übergangsweise würden die Raketen daher als kostengünstige, vom Boden gestartete Lenkflugkörper eingesetzt, um Ziele auf kurzer Distanz am Boden zu bekämpfen. Parallel entsteht ein eigener Raketenmotor. Die Fertigung soll bis Januar 2026 erfolgen, anschließend sind dynamische Tests geplant.
S-300 air defense system in action 🔥
— Defense of Ukraine (@DefenceU) 23. Februar 2025
📹: @United24media pic.twitter.com/uJWO5sNfUj
Unabhängig davon treibt Fire Point seine eigene Familie ballistischer Raketen mit den Bezeichnungen FP-7 und FP-9 voran. Die FP-7 ist für Ziele bis 200 Kilometer ausgelegt und trägt einen 150-Kilogramm-Gefechtskopf. Die größere FP-9 soll bis zu 855 Kilometer erreichen, eine Nutzlast von 800 Kilogramm befördern, bis 70 Kilometer Höhe steigen und mit einer beworbenen Zielabweichung von 20 Metern tief hinter russische Linien wirken können.
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Ukraine: Mehr Unabhängigkeit durch Radar‑Integration und neuen Antrieb
Sollten die Radar-Integration mit westlichen Systemen und die Motorentwicklung im angedachten Zeitplan gelingen, wäre Kiews Unabhängigkeit bei Luftverteidigung und Reichweitenfähigkeiten gestärkt. Der Ansatz würde vorhandene Startgeräte mit neuer Technologie kombinieren und die bestehenden Verteidigungsstrukturen fördern.
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