Sie gaben vor, „Das Beste für Berlin“ zu tun – doch Berlinerinnen und Berliner sind mit der Regierung aus CDU und SPD nicht sonderlich zufrieden, wie eine neue Umfrage zeigt. Der „Tagesspiegel“ hatte die Untersuchung beim Meinungsforschungsinstitut „Civey“ in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Insbesondere bei den Themen Wohnen, Verkehr und Bildung sind viele mit der Berliner Regierung unzufrieden.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Vor allem beim Wohnungsmarkt fällt der negative Blick auf die Berliner Regierung drastisch ins Gewicht: Auf die Frage, ob sich der Berliner Wohnungsmarkt seit Amtsübernahme der Koalition im April 2023 verbessert oder verschlechtert habe, gaben 62 Prozent an, eine Verschlechterung oder eher eine Verschlechterung bemerkt zu haben. Etwa ein Drittel der Befragten (31 Prozent) gab die Antwortoption „weder noch“ an. Nur drei Prozent der Befragten sahen eine Verbesserung.
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Neue Umfrage: Berliner sehen wenig Fortschritte der Regierung bei Verkehr, Wohnen und Bildung
Auch beim Verkehr sehen die Berlinerinnen und Berliner wenig Fortschritt: Deutlich mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) gab an, der öffentliche Nahverkehr habe sich eher oder eindeutig verschlechtert. Fünf Prozent sahen eine Besserung, ein Drittel der Befragten (33 Prozent) vernahm keine Veränderung. Beim Autoverkehr sahen 48 Prozent eher oder eindeutig verschlechterte Bedingungen. 29 Prozent antworteten mit „weder noch“, acht Prozent mit „weiß nicht“. Nur 15 Prozent gaben eine Verbesserung an.
In der Umfrage wurde auch die Lage von Radfahrerinnen und Radfahrern in Berlin gesondert erhoben. Besonders viele Befragte nehmen einen Stillstand wahr: 41 Prozent gaben an, keine Veränderung durch die schwarz-rote Regierung zu sehen. Für 32 Prozent der Befragten haben sich die Bedingungen eher oder eindeutig verschlechtert. Einen Schritt in Richtung Besserung vermeldeten 16 Prozent.
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Umfrage zur Arbeit von CDU und SPD in Berlin: Stillstand bei Verfügbarkeit von Schulplätzen
Besser sieht es auch nicht beim Thema Bildung aus. Schulplätze waren nach Ansicht von 38 Prozent der Befragten schlechter oder eher schlechter verfügbar. 28 Prozent gaben „weiß nicht“ an – rund ein Drittel (31 Prozent) vernahm Stillstand. Und auch beim Sicherheitsgefühl in der Stadt konnte die Regierung nach Ansicht der Befragten nicht punkten: Laut 49 Prozent der Umfrageteilnehmer habe sich das Sicherheitsgefühl verschlechtert.
Die Umfrage offenbart jedoch einen Lichtblick: Bürgeramtstermine sind in den Augen der Mehrheit der Befragten einfacher verfügbar als zuvor. Doch insgesamt bescheinigt die Umfrage, an der 2500 Personen teilnahmen, dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und seiner Koalition keine gute Regierungsarbeit.
Abgeordnetenhaus in Berlin: Zusammensetzung 2016 und 2021
| Fraktion | Sitze 2016 | Sitze 2021 |
| SPD | 38 | 36 |
| CDU | 31 | 30 |
| Linke | 27 | 24 |
| Grüne | 27 | 32 |
| AfD | 25 | 13 |
| FDP | 12 | 12 |
| Fraktionslose | - | 4 |
Berlin: Neue Zahlen zeigen wenig Zustimmung für Schwarz-Rot
Wie der „Tagesspiegel“ ebenfalls in einer nach eigenen Angaben repräsentativen Umfrage erheben ließ, kämen die Regierungsparteien CDU und SPD aktuell zusammen nur noch auf 36 Prozent. Damit hätten sie keine Mehrheit im Abgeordnetenhaus.
Demzufolge wäre die CDU weiterhin stärkste Kraft mit 23 Prozent, gefolgt von den Linken mit 18 Prozent. Auf Platz drei würde die AfD mit 16 Prozent und die Grünen mit 15 Prozent landen. Die Sozialdemokraten kämen nur noch auf den fünften Platz – mit 13 Prozent. Bei der Abgeordnetenhauswahl im Februar 2023 holte Schwarz-Rot noch 46,6 Prozent der Stimmen.







