Es ist nur wenige Tage her, dass der designierte Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, im Weißen Haus auf US-Präsident Donald Trump traf. Die beiden zeigten sich im Anschluss an ihr Gespräch versöhnlich und in bester Laune, doch hinter den Kulissen kam es auch zu seltsamen Momenten, wie Mamdani nun in einer Show verriet.
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Nach dem Treffen schwärmte Trump vor Journalisten: „Wir hatten gerade ein großartiges Treffen, ein wirklich gutes, sehr produktives Treffen. Und ich möchte dem Bürgermeister gratulieren. Er hat wirklich einen unglaublichen Wahlkampf gegen viele kluge Leute geführt, angefangen bei den Vorwahlen, gegen einige sehr starke, sehr kluge Leute, und er hat sie geschlagen“, lobte der Präsident.
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Zohran Mamdani, der Trump-Flüsterer?
Eine echte Kehrtwende, denn nur wenige Wochen zuvor hatte Trump den jungen Demokraten noch als „durchgeknallten Kommunisten“ bezeichnet. Mamdani, so scheint es, hat seine Chance im Weißen Haus genutzt.
Wie Mamdani nun gegenüber dem US-Sender NBC schilderte, habe er bei dem Treffen vor allem gemeinsame Interessen betont. Dabei habe er Trump mit den Anliegen von New Yorkern konfrontiert, die er während des Wahlkampfs gesprochen hatte. Mamdani gelangt es so offenbar, eine Brücke zu schlagen. Der Wahlkampf des Demokraten war vor allem auf die steigenden Lebenshaltungskosten fokussiert. Auch für viele Trump-Wähler ist die Inflation nach wie vor das wichtigste Thema. Wenn es gelänge, das Leben für New Yorker wieder bezahlbar zu machen, würden wohl beide Politiker profitieren.
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Mamdani blättert in UFC-Bildband
Zum skurrilsten Moment kam es aber schon kurz vor dem Aufeinandertreffen. Auf die Frage, was das „Seltsamste“ war, das er bei seinem Besuch im Weißen Haus erlebt habe, sagte Mamdani in der „Adam Friedland Show“: „Ich setzte mich hin und wartete auf den Beginn des Meetings. Vor mir lagen all diese verschiedenen Bildbände. Einer davon handelte von UFC im Weißen Haus. Ich hatte keine Ahnung davon und blätterte einfach darin herum.“
Hinter dem Kürzel UFC verbirgt sich die größte Profiliga für Mixed Martial Arts, einen vor allem in den USA beliebten Kampfsport. Bekannt ist sie für martialische und brutale Käfigkämpfe. Trump hatte vor einigen Monaten bereits bekannt gegeben, dass im kommenden Jahr Kämpfe im Weißen Haus ausgetragen werden sollen – an seinem 80. Geburtstag. Für Mamdani war das eine kleine Erinnerung an das bevorstehende Spektakel. Er selbst wolle da allerdings nicht dabei sein, sagte er.
lro