Die Umsetzung des Plans wäre technisch schwierig und teuer, und er ist auch nicht neu – aber es war eine gekonnte Schmeichelei zum richtigen Zeitpunkt: Ein Eisenbahntunnel zwischen Alaska und Sibirien mit Namen ‚Putin-Trump-Tunnel‘. Laut Kirill Dmitriejew, dem außenpolitischen Berater von Wladimir Putin, könnten die USA und Russland gemeinsam Rohstoffe erschließen, das Projekt würde „Einheit symbolisieren“.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Ein nicht sehr realistischer Plan, aber eine Geste, ins Spiel gebracht von Dmitriejew, Putins Dealmaker. Dieser hat in den USA studiert, als Investmentbanker in New York gearbeitet. Er weiß, wie man den US-Präsidenten Donald Trump umgarnen kann.
Putin versucht, die Verbündeten der Ukraine zu spalten
Aktuell hat Putin zwei Ziele. Zum einen will er Trump auf Kurs bringen, die Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern an die Ukraine verhindern. Zum anderen geht es ihm weiterhin um die Spaltung der europäischen Verbündeten der Ukraine. Bei beiden Themen scheint Putin einen Schritt weiterzukommen. Vor seinem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington telefonierte Trump überraschend mit Putin.
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Angeblich forderte der russische Präsident die Abtretung des vollständigen Donbass an Russland. Dafür würde in den übrigen Gebieten der aktuelle Frontverlauf „eingefroren“. Aus ukrainischer Sicht sei dies ein Akt des „Selbstmordes“, zitieren US-Medien einen Insider. Der ukrainische ‚Festungsgürtel‘, die Städte Slowjansk, Kramatorsk, Druschkiwka und Kostjantyniwka, würde dadurch aufgegeben – und der Weg in Richtung Westen frei. Quasi eine „Autobahn nach Kiew“, wie es Nato-Generalsekretär Mark Rutte beschrieb.
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Orban verspricht freies Geleit für Putin
Wird Selenskyj den Donbass abtreten müssen? Ist dies Trumps Forderung? „Nein“, sagte der US-Präsident am Sonntag. Und fügte hinzu: „Ich glaube, Russland hat bereits 78 Prozent des Landes eingenommen.“ Vereinbart hatten Putin und Trump ein Treffen in Budapest. Ausgerechnet in Ungarn, einem EU-Mitgliedsstaat, der Wladimir Putin eigentlich an den Internationalen Strafgerichtshof ausliefern müsste. Doch Ministerpräsidenten Viktor Orbán will Gastgeber sein, freies Geleit für Putin inklusive. Für die Europäische Union eine Demütigung, für den russischen Präsidenten auch innenpolitisch ein Erfolg.
Robin Wagener, Beauftragter für Osteuropapolitik der Bundestagsfraktion der Grünen, sieht auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in der Pflicht. Er erwarte, dass Merz durch eigene Initiative zum Verhandlungsteilnehmer werde, statt zu einer Randnotiz. „Der Bundeskanzler kann nicht passiv zuschauen, wie Europa zwischen vermeintlichen Großmächten zerrieben wird.“ Ein Treffen zwischen Putin und Trump in Budapest würde die Axt an unsere Friedensordnung legen und den Internationalen Strafgerichtshof massiv schwächen, so Wagener: „Genau deshalb wollen es Trump und Putin. Dieser Erosion des Völkerrechts müssen Merz und seine europäischen Kollegen deutlich widersprechen“.
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Auch Selenskyj möchte in Budapest mit dabei sein. „Es gibt noch keine Einzelheiten zu dem Treffen, das die beiden Präsidenten besprochen haben“, betont Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Schlechte Karten also für den ukrainischen Präsidenten bei seinem Besuch in Washington, auch wenn der Maßanzug diesmal saß. Ausführlich zitierte die russische Staatsagentur Tass amerikanische Quellen zur Atmosphäre des Gesprächs zwischen Selenskyj und Trump. Laut ‚Axios‘ sei der Dialog „schwierig“ und sogar „schlecht“ gewesen. Angeblich wurde geschrien, geflucht.
Dem ukrainischen Präsidenten ging es hauptsächlich um die Lieferung der Tomahawks. Mit diesen könnte die ukrainische Armee tief ins Landesinnere Russlands schießen, verstärkt die Ölindustrie angreifen. Das würde Russlands Wirtschaft empfindlich schaden. Doch die Tomahawks kommen wohl nicht. Zumindest jetzt noch nicht. Selenskyj sagte nach dem Treffen in der NBC-Sendung ‚Meet the Press with Kristen Welker‘: „Es ist gut, dass Präsident Trump nicht ‚Nein‘ gesagt hat.“ Aber ‚Ja‘ eben auch nicht.






![DIESES FOTO WIRD VON DER RUSSISCHEN STAATSAGENTUR TASS ZUR VERFÜGUNG GESTELLT. [RUSSIA, LUGANSK PEOPLE'S REPUBLIC - JULY 29, 2026: A serviceman from the military commandants office of the Lugansk People's Republic performs an air defence duty to protect the airspace of the Lugansk People's Republic. Alexander Reka/TASS] Air defence in Lugansk People's Republic, Russia](https://img.sparknews.funkemedien.de/412741926/412741926_1785999935_v16_9_1200.jpeg)



