Der niederländische Satiriker Arjen Lubach hat mit einer ungewöhnlichen Disney-Parodie einen Nerv getroffen. Kaum war bekannt geworden, dass die Late-Night-Show des US-Moderators Jimmy Kimmel bis auf Weiteres abgesetzt wurde, tauchte im Netz Lubachs Video auf – und wurde laut Produktionsfirma millionenfach angeschaut. Zuerst berichtete der „Spiegel“ über den viralen Erfolg.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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In knapp zwei Minuten verwandelt Lubach die Welt von Disney in ein politisches Paralleluniversum. Figuren, die eigentlich für Kindheitserinnerungen und heile Welt stehen, geraten plötzlich in Szenen, die wie Kommentare zum heutigen Amerika wirken. Aladdin etwa wird beim romantischen Teppichflug von der US-Einwanderungsbehörde ICE abgeführt, der Schneemann Olaf aus Frozen wird zum Beweis erklärt, dass es den Klimawandel gar nicht gebe, und Bambis Mutter verliert ihr Leben, nachdem sie den Satz „Transfrauen sind Frauen“ ausgesprochen hat. Aus dem Encanto-Song „We don’t talk about Bruno“ wird kurzerhand „We don’t talk about Jeffrey“ – eine eindeutige Anspielung auf den Epstein-Skandal.
Lubach zeichnet ein überspitztes Bild davon, wie Disney-Produktionen aussehen könnten, wenn sie ausschließlich dem Geschmack konservativer Politiker und Donald Trumps entsprechen sollten.
USA: Reaktionen auf Satire-Video fallen deutlich aus
Dass das Video einschlug, überrascht kaum. Lubach hat schon früher bewiesen, wie treffsicher er mit satirischen Clips internationale Debatten anstoßen kann. 2017 etwa landete er mit „America first – Netherlands second“ einen weltweiten Internet-Hit, der damals auch deutsche Satiriker wie Jan Böhmermann inspirierte.
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Auch diesmal überschlagen sich die Reaktionen. Zahlreiche Zuschauer aus den USA zeigen sich begeistert und betonen, dass Inhalte dieser Art im amerikanischen Fernsehen kaum denkbar seien. „Wow, sie würden so etwas niemals in den USA zeigen. Ich beneide die Menschen, die in freien Ländern leben“, heißt es in einem Kommentar. Andere hoffen, dass die Parodie auch in den Vereinigten Staaten viral geht – als Zeichen für mehr Meinungsfreiheit und satirische Vielfalt.
News aus den USA
ABC stoppt Kimmel nach Kirk-Äußerungen
Seit dem 17. September ist die Show von Jimmy Kimmel nicht mehr im Programm des US-Senders ABC. Disney begründete dies mit einer „Auszeit auf unbestimmte Zeit“, nachdem die Sendergruppen Nexstar und Sinclair angekündigt hatten, die Show nicht mehr auszustrahlen. Anlass waren Kimmels Äußerungen über Donald Trump und den Tod des rechtsextremen Aktivisten Charlie Kirk.
kmh









