Der erste Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten ist genau 234 Jahre alt und er garantiert die „freedom of speech“, die Redefreiheit. Donald Trump hat in seiner zweiten Amtszeit nur neun Monate gebraucht für einen beispiellosen Angriff auf diesen Verfassungsgedanken, der auch die Pressefreiheit garantiert.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Dass Jimmy Kimmel, der Trump schon lange mit seinen beißenden Witzen über die MAGA-Bewegung nervt, mit seiner Show abgesetzt ist, ist nicht als Einzelfall zu betrachten. Der politische Druck auf die Sender und der Kampf gegen kritische Künstler und unbeugsame Medien in den USA hat unter der jetzigen Administration längst System.
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Die „New York Times“, mit ihren 1700 Journalistinnen und Journalisten ein Bollwerk der Demokratie, soll mit Trumps 15-Milliarden-Dollar-Klage zerstört werden. Die staatliche Federal Communications Commission ermittelt gegen die Sender CBS, ABC und NBC.
Pressefreiheit in den USA unter Druck – Reporter ohne Grenzen schlagen Alarm
Korrespondenten von AP, der ältesten und größten Nachrichtenagentur der Welt, wurde der Zugang zum Weißen Haus und zum Regierungsjet verwehrt, nur weil man in der Berichterstattung an der korrekten Bezeichnung „Golf von Mexiko“ festhält. „Politico“, in deutschem Besitz, wurden nach falschen Anschuldigungen die staatlichen Abos gekündigt.
Mittlerweile rangieren die USA nur noch auf dem 55. Platz von 180 Nationen, deren Pressefreiheit die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ regelmäßig untersucht.
Das alles ist beschämend für das Mutterland der Demokratie, das als Partner und Verbündeter mehr denn je gebraucht wird. Gerade einem Freund, darf man diese demokratiefeindliche Entwicklung in keinem Fall durchgehen lassen.






