Es war DIE politische Nachricht des (gestrigen) Montags: Robert Habeck (55/Die Grünen) zieht sich aus dem Bundestag zurück. Gegenüber der „taz“ erklärte der ehemalige Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister: „Ich habe an diesem Montag dem Bundestagspräsidium mitgeteilt, dass ich zum 1. September mein Bundestagsmandat zurückgeben werde.“

Montag, Mittwoch, Freitag
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Für die Partei, die bei der Bundestagswahl im Februar 2025 3,1 Prozentpunkte verloren hatte, kommt es jetzt noch dicker. In einer INSA-Umfrage, die die BILD in Auftrag gegeben hat, liegen die Grünen nur noch an Position fünf: hinter der CDU/CSU, der AfD (beide 25 Prozent), der SPD (15) und der Linken (11). Die Partei der beiden Vorsitzenden Franziska Brantner und Felix Banaszak erreicht nur noch auf 10,5 Prozent. Ein historisch schlechter Wert, hinter der Linken lagen die Grünen seit 2018 nicht mehr.
Exklusive Politik-Hintergründe – für Sie recherchiert
Die Partei der beiden Vorsitzenden Ines Schwerdtner und Jan van Aken kann hingegen das gute Ergebnis der Bundestagswahl (8,8 Prozent) weiter bestätigen. Was zu diesem Trend passt: Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek klettert dem Bericht zufolge bei den Beliebtheitswerten von Platz 17 auf Platz 13. Klar ist aber auch: Der Rückzug Habecks kann nicht ausschlaggebend für das Tief der Grünen sein, weil dieser erst am Montagnachmittag öffentlich bekannt wurde.
INSA-Umfrage: Union und AfD gleichauf – SPD weiter im Tief
Im Gegensatz zur Forsa-Umfrage vom 19. August, bei der die AfD um einen Prozentpunkt vor der Union liegt (26 zu 25), sind die Parteien bei INSA wieder gleichauf. Die SPD, der aktuelle Koalitionspartner der CDU/CSU, stagniert bei 15 Prozent und liegt damit noch einmal unter dem historisch schlechten Bundestagswahlergebnis. Die 16,4 Prozent aus dem Februar war ihr bisher schlechtestes Ergebnis bei einer freien Parlamentswahl auf rein nationaler Ebene seit der Reichstagswahl 1887.
INSA hatte zwischen dem 22. und dem 25. August 2002 Menschen nach ihrer politischen Meinung befragt.
dw/fmg








