Wenn Katherina Reiche über die Erneuerbare Energien spricht, dann hat sie mit einigen Dingen völlig Recht. Dass der Ausbau der Erneuerbaren und der Ausbau der Netze nicht synchron genug passieren, ist zum Beispiel richtig. Und Experten bestätigen die Bundeswirtschaftsministerin auch in ihrer Aussage, dass Solaranlagen auf privaten Hausdächern längst nicht mehr unbedingt Förderung brauchen, um wirtschaftlich zu sein.

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Auf den ersten Blick also klingt der Vorstoß, diese Förderung zu kappen, plausibel: Warum Anlagen weiter fördern, die sich für Hausbesitzer ohnehin schon rentieren?

Auf den zweiten Blick allerdings ergibt sich ein größeres Bild – eines, das nahelegt, dass die CDU-Ministerin zum Bremsklotz der grade wieder in Schwung gekommenen Energiewende werden könnte.

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Theresa Martus, Korrespondentin Bundespolitik© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Förderung für Solaranlagen: Die Verunsicherung, die Reiche verbreitet, ist für Investoren Gift

Denn Reiche stellt nicht nur die Förderung für kleine Photovoltaik-Anlagen infrage, und verunsichert damit viele Privatleute, die sich gerade auf den Weg machen, ihre Energieversorgung nachhaltig zu machen. Sie stellt auch höhere Kosten für Betreiber von Großanlagen in Aussicht, und rüttelt damit an deren Geschäftsmodellen. Für große wie für kleine Investoren aber ist diese Unsicherheit Gift.

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Dem Problem, dass Netze und Stromproduktion nicht zusammenpassen, könnte man begegnen, in dem man jetzt Druck macht beim Netzausbau. Doch Reiche tritt lieber bei erneuerbarem Strom auf die Bremse – während sie gleichzeitig Tempo machen will, wenn es um den Bau von neuen Gaskraftwerken geht und Entlastungen für Gaskunden aus dem Klima- und Transformationsfonds bezahlt.

Reiche hat Recht, die Energiewende bringt Herausforderungen. Die kann man aber lösen – wenn man es als Ministerin denn will.